Berlin/München, 14.05.2007. Wenn Vogelbabys derzeit hilflos auf der Wiese hüpfen, schlägt das Herz eines jeden Tierfreundes höher: Das arme Kleine, wie kann man nur helfen? Unterstützung ist in diesem Fall aber nicht nur überflüssig, sondern regelrecht fehl am Platze. Sieht man dieser Tage junge Vögel oder auch Entenküken, hält man sich am besten fern.

Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin der aktion tier e.V., erklärt warum: â€?Meist handelt es sich um Jungtiere, die lediglich ihre ersten Alleingänge wagen. Die Vögelchen machen Flugversuche, die oftmals noch nicht von Erfolg gekrönt sind und dementsprechend unbeholfen aussehen. Verletzt sind die Kleinen jedoch nicht. Die Elterntiere sitzen ganz in der Nähe im sicheren Versteck und beobachten den Zögling mit Argusaugen. Sie kommen nur zum Füttern. Greift der Mensch in dieser sensiblen Phase ein und nimmt das Jungtier womöglich auch noch mit, bedeutet das eine Katastrophe für den Vogel. Der Mensch verhindert durch seine Interaktion, dass dieses Tierchen unter natürlichen Bedingungen und unter der Obhut seiner Eltern aufwachsen kann. Der „Helfer“ erreicht damit also genau das Gegenteil von dem, was er eigentlich beabsichtigte.“

Anders ist die Sachlage jedoch, wenn junge Vögel oder Enten in Kellerschächte fallen oder versehentlich in Fabrikhallen geraten. Dann darf der Mensch natürlich eingreifen. Dabei können die Tiere auch kurz mit den Händen angefasst und an einen sicheren Ort verbracht werden. Neuere Untersuchungen zeigen, dass die Elterntiere ihre Jungen auch nach menschlichem Kontakt problemlos wieder annehmen.

Die Tierschutzorganisation aktion tier – menschen für tiere e.V. ist mit 210.000 Mitgliedern und 200 Kooperationspartnern eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.

Weitere Informationen bei:
Dr. med. vet. Tina Hölscher, Veterinärin bei aktion tier, Tel.: 089-89146676, Mobil: 0177-2451198 (tierarzt@aktiontier.org).

aktion tier – menschen für tiere e.V.

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