Berlin/München, 12.12.2005. Wer in diesen Wochen Igel über Eis und Schnee wandern sieht, kann ein gutes Werk tun. Diese Tiere sind in Not.
Bei Temperaturen um null Grad und darunter halten gesunde Igel Winterschlaf. Nur kranke und unterernährte Individuen sind bei diesen Witterungsverhältnissen noch unterwegs. Überlässt man sie ihrem Schicksal, überleben sie den Winter nicht.
Frau Dr. Tina Kugler, Veterinärin beim Deutschen Tierhilfswerk e.V.: „Die meisten Igel leiden unter Wurmbefall und müssen behandelt werden. Die artgerechte Überwinterung des Igels erfordert Fachwissen. Daher bringt man verwaiste Igel besser umgehend zu einem Spezialisten. Der übernimmt dann auch den unerlässlichen Gang zum Tierarzt.“
Mit Handschuhen können Igel ohne weiteres angefasst werden. Transportiert werden die Wildtiere am besten in einem Pappkarton mit Zeitungsunterlage ohne sonstige Einrichtungsgegenstände. Als Futter eignet sich vorübergehend Hundefutter, zu Trinken gibt man ausschließlich Wasser.
Das Deutsche Tierhilfswerk e.V. oder die lokalen Tierheime helfen dem Finder in dieser Situation und nennen ihm den nächstgelegenen kompetenten Ansprechpartner.
Das Deutsche Tierhilfswerk ist mit 210.000 Mitgliedern und 200 Kooperationspartnern eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.
Weitere Informationen bei:
Dr. med. vet. Tina Kugler, DTHW-Veterinärin, Tel.: 089-89146676 (tierarzt@tierhilfswerk.de).
Deutsches Tierhilfswerk e.V.
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