
Heute, am 1. November, haben wir vom gemeinnützigen Verein ALBA aus Madrid ("Asociación para la Liberación y el Bienestar Animal" - Verein für das Wohlergehen und die Befreiung der Tiere) Schreckliches erleben müssen! Uns erreichte ein Notruf aus einem Dorf in der Provinz Toledo. Dort haust ein alter Mann auf einem Grundstück, das nur als Schrottplatz oder Müllhalde bezeichnet werden kann. Er haust dort mit über 150 Hunden, die er schon seit Wochen nicht mehr füttert und die sich deshalb gegenseitig zerfleischen.
Die wenigsten von ihnen haben noch Fell auf dem Körper, sie sind ausgemergelt und von Würmern und Parasiten zerfressen.









Das Grundstück ist von Kadavern und Exkrementen, in denen sich dicke, lange Würmer ringeln, übersät.




Heute morgen hat die ALBA dort 19 schwerkranke Hunde heraus geholt. Zum Glück beteiligen sich wieder alle Vereine, die dem Madrider Tierschutzbund angehören, an dieser Aktion und so können hoffentlich in den
nächsten Tagen auch noch die meisten der zurück gebliebenen Hunde aus dieser Hölle heraus geholt und auf die verschiedenen Tierheime verteilt werden.

Das "Positive" an diesem Fall ist, dass der alte Mann keinerlei Widerstand leistet und die Tiere freiwillig heraus gibt. Seine einzige Bedingung ist, dass sie in private Tierheime und nicht in Perreras kommen.

Warum ist es zu diesem entsetzlichen Elend gekommen? Der Mann (Sie können ihn auf einem der Fotos sehen) erzählt, dass er als zehnjähriger Junge von zwei streunenden Hunden vor dem Tode bewahrt wurde, als ihn ein Stier angriff. Damals schwor er, jedem ausgesetzten Hund , der seinen Weg kreuzte, zu helfen. Wann verlor er die Kontrolle, wann wurde er geisteskrank? Wir wissen es nicht! Der Notruf erreichte uns erst vor kurzem. Und er ist nur einer von vielen, die uns täglich erreichen. In Spanien das Versprechen abzulegen, alle ausgesetzten Hunde, die man findet, (ohne über die nötigen Mitel zu verfügen) aufzunehmen, muss unausweichlich zum Wahn führen…

Die Fotos geben nur in kleinem Masse wider, was wir uns heute life ansehen mussten. SIE haben das grosse Glück, dass Sie "nur" die Fotos anschauen müssen. WIR mussten auch noch hören, riechen, fühlen und anpacken – und wir haben die Zähne zusammengebissen, uns die Tränen der Trauer und der Wut aus den Augen gewischt und die Hunde, die am schlimmsten aussahen, ausgewählt, um sie als erste aus dieser Hölle heraus zu bringen.


Wir sind durch diese Misere mehr getaumelt als gegangen und dachten, dass es sich um einen Alptraum handeln musste. Aber es war kein Alptraum, es war Realität!!

Der Beweis dafür sind 19 schwerkranke Hunde, die sich jetzt bei uns im Tierheim befinden. Wir wissen nicht, ob wir für alle rechtzeitig gekommen sind – wahrscheinlich werden nicht alle überleben. Aber wir haben ihnen versprochen, dass sie ab heute regelmässig fressen und trinken werden, von unserem Tierarzt gründlichst untersucht und behandelt werden werden und sie vertrauen auf uns. Sie wissen, dass ab heute, dem 1. November 2005, ein neues Leben für sie beginnen wird. Sie sind bei der ALBA und die ALBA hat viele gutherzige Freunde und Helfer, sowohl in Spanien als auch Deutschland, die ALLES für sie tun werden.
Aber das Schlimmste ist, dass uns die zurück gebliebenen Hunde nicht aus dem Kopf gehen. Die Kapazitäten unseres Tierheims sind komplett erschöpft, doch dürfen wir es zulassen, dass diese armen Kreaturen dort umkommen?


Vielleicht sehen Sie eine Möglichkeit, uns bei dieser Aktion erneut finanziell zu unterstützen oder Sie können in Kürze die anderen, schon gesunden, reisefertigen Hunde aus unserem Tierheim bei sich aufnehmen? Dann wissen wir, dass wir genug Platz und finanzielle Mittel für die kranken Tiere haben und DANN fahren wir noch einmal nach Toledo und retten zumindest noch einen Teil der dort noch verbliebenen Tiere.

Bitte überweisen Sie Ihre Spende an folgendes Konto:
ALBA
Raiffeisenbank Neustadt e.G.
IBAN DE40 5706 9238 0100 2363 98
BIC GENODED1ASN
Wir danken Ihnen von ganzem Herzen im voraus, denn wir wissen, dass Sie uns nicht im Stich lassen werden!
Mehr über diese Aktion können sie ab sofort unter \"News – Operación Toledo\" auf unserer Website www.albaonline.org lesen.
update 14.11.05
Hallo an Alle,
dies ist der zweite Bericht unseres Partnervereins Alba über die Rettungsaktion der Hunde aus der Hölle von Toledo. Ich benutze diese Worte nicht, damit es reißerisch klingt, sondern weil es den Tatsachen entspricht. Inzwischen sind alle Hunde von diesem verrückten Mann in die Obhut der spanischen Tierschutzvereine gelangt und werden unter größten Mühen und Aufwand wieder aufgepäppelt, eine ganze Reihe der Hunde ist leider inzwischen dennoch gestorben. Alba hat alleine 33 dieser schwerst heruntergekommenen armen Hunde übernommen. Vielleicht besteht die Möglichkeit, daß der eine oder andere von Euch Alba eine Spende zukommen lässt (Bankverbindung siehe oben).













November 5th, 2005 at 01:01
Wahnsinn – einfach schrecklich – der “Mensch” ist doch die
größte Bestie dieser Erde.
Und diesem miesen Mann sollte man ab sofort einsperren und
kein Wasser – kein Essen mehr geben.
So etwas hilflosen Geschöpfen anzutun !!!
Bitte um Rückmeldung was mit den dort verbliebenen Hunden geschieht,
bzw. konnten sie hoffentlich auch gerettet werden.
Sehr traurige Grüße
Gisela Jell
November 5th, 2005 at 08:40
So schlimm dies alles ist, so vergeßt bitte nicht, daß nicht der Mann (der vielleicht krank ist) die Ursache dafür ist, daß in Spanien die Allgemeinheit so mit ihren Tieren umgeht. Bei Euerer schweren Aufgabe wünsche ich viel Erfolg und alles Beste den Tieren.
November 6th, 2005 at 01:08
habe vor 2mon. meine hündin aus skopie verloren,bin total fertig,habe auch noch 2 kleine hunde aufgenommen,unser eins ist total am ende wenn er eins dieser geschöpfe verliert,und wenn ich das sehe was mit diesen armen lebewesen geschieht da fehlen mir echt die worte,und hut ab vor der arbeit die ihr euch macht,kann euch nur die daumen drücken das ihr viele dieser tiere vor dem tod bewahren könnt,viel glück
November 7th, 2005 at 12:12
Hallo liebe Tierschützer,
danke das es euch gibt! Ohne eueren unermüdlichen Einsatz würde das Tierelend im Ausland nie besser werden und die wenigen geretteten Hunde auch elend sterben! Auch ich habe zwei Wegwerfhunde aus Italien und Spanien und bin superglücklich! Nie mehr Züchter!
Leider ist dieser Bericht nur die Spitze des Eisberges und euer Einsatz nur ein Tropfen auf den heißen Stein, solange der Mensch das Tier nicht als Gottes Mitgeschöpf akzeptiert!
Alles liebe
und viel Kraft wünscht euch
Andrea
November 27th, 2005 at 16:26
Stehen wir doch alle gemeinsam auf, im vereinigten Europa des Jahres 2OO5
und wehren uns gegen solch verbrecherische Menschen und ihre ver-
werflichen, tierquälerischen Handlungen!!!
Wir brauchen europaweit bessere Tierschutzgesetze!!
Dezember 3rd, 2005 at 10:59
Ich kann mir die Fotos nicht anschauen, schicken sie mir bitte die Kontonummer, wo ich die Spende einzahlen kann. Bitte! Bitte!
Januar 20th, 2006 at 09:07
[...] Spanien, genau aus Toledo, ich glaube meine traurige Geschichte kennt Ihr alle (siehe dazu http://tierheim-kronach.de/?p=476). Meine Freunde und ich (gut 140 Hunde!) waren sich selbst überlassen, w [...]
Mai 13th, 2008 at 17:08
Das ist doch mal die freschheit so ne menschen müsste mann einsperren oder genauso leben lass wie die hunde gelebet haben. Ja einfach verhungern lassen
Januar 14th, 2009 at 18:40
man muss einfach nur heueln wenn man sowas siht=(
Mai 12th, 2009 at 11:04
Es ist schrecklich , zu sehen wie diese Tiere verenden, ohne etwas tun zu können. Die Menschen ,die Tiere aussetzen und quälen, sollten sich einmal bewusst machen das diese Tiere auch Lebewesen sind und ein Recht auf leben haben! Man sollte sie einsperren und genau so behandeln wie sie es mit ihren Tieren tun, dann würden sie vielleicht merken wie schlimm es ist was sie tun.
Wie würde es für uns sein, zu sehen wie ein Bruder, eine Schwester oder sonst jemanden den wir lieben, verenden zu sehen?
man sollte sich immer daran erinnern, das wir alle, Menschen und Tiere zu dieser Welt gehören.
Wollen wir wirklich zu Mördern werden , nur weil wir keine Lust mehr haben , unserem Tier liebe zu schenken?
Wir hoffen das dieser Bericht zu Herzen genommen wird und das man diese Tiere nicht wie Müll, sondern wie Lebewesen behandelt.
Juni 18th, 2009 at 23:25
Danke fuer eure tolle Aktion. Ich weiss selber wie es ist in diese Hoellen reinzugehen und trotz aller Bemuehungen doch noch einige dieser armen seelen zu verlieren. Wuerde mich ueber einen Gegenbesuch von Euch freuen, damit Europa auch mal aufgeklaert wird, dass in der USA auch solche furchtbaren Zustaende herrschen.