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“Gyepmesteri telep” – Hundetötungs- und Seuchenbekämpfungsanlage in Kiskunhalas

Die eingefangenen herrenlosen Straßenhunde sitzen in ein mal ein Meter großen Käfigen auf Betonboden ohne Einstreu, überdacht zwar aber – Sommer wie Winter – im Freien, in ihren eigenen Exkrementen, ohne Möglichkeit für größere Hunde sich hinzulegen, direkt neben der städtischen Mülldeponie. Sie befinden sich alle nach dem Verlust ihres ehemaligen Zuhauses, dem Einfangen durch den Hundefänger und Einsperren in den engen Käfig in einem psychischen Schockzustand.

Sie zerbeißen sich durch die Gitterstäbe und wenn es ihnen – wie auf dem folgenden Foto – gelingt, sich aus dem Käfig zu befreien, töten sie sich gegenseitig.

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Das Futter besteht aus gesammelten Essensresten, die innerhalb weniger Stunden verdorben bzw. im Winter gefroren sind. Eine Alternative sahen wir kürzlich: rohe Schweinefettstücke!!!

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Getränkt werden die Hunde, da es kein Leitungswasser gibt, mit Grundwasser. Das Erdreich der nebengelegenen Mülldeponie ist in keiner Weise gesichert, hier werden ungetrennt Hausmüll und hochgiftiger Sondermüll gelagert. Man kann wohl mit Recht davon ausgehen und sich auch per Augenschein überzeugen, dass das Grundwasser an dieser Stelle völlig verseucht ist.

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Falls die Besitzer die Hunde nicht innerhalb von 14 Tagen abholen – und welcher ehemalige Besitzer holt schon seinen weggeworfenen Hund ab? -, werden sie getötet. Auf welche Weise dies geschieht, ist ein gut gehütetes Geheimnis. Es geht das Gerücht, dass die Feldwächter, eine Hilfstruppe der Polizei zur Bewachung der zur Stadt gehörenden länd-lichen Außenbereiche und mit der Berechtigung zum Schusswaffengebrauch, hier hilfreich einspringen.

Seuchenbekämpfung

Wir fanden einen Container voller Hundeleichen – teilweise nicht einmal im Plastiksack -, Leichen im Mülleimer oder einfach in eine Ecke gewor-fen. Die getöteten Hunde lagen bei 30 Grad Außentemperatur nach unserenBeobachtungen mindestens zwei Wochen lang im Container, nicht mehr als 10 Meter von den noch lebenden Hunden entfernt. Bestialischer Gestank hing über der gesamten Anlage.

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Fazit

Die Stadt Kiskunhalas betreibt grausame Tierquälerei, kümmert sich nicht um Seuchenbekämpfung, fördert statt dessen sogar das Entstehen von Seuchen und setzt die Gesundheit seiner Einwohner aufs Spiel.

Ein winziger Lichtblick…

Aufgrund massiver Proteste nicht nur des TSV fand am 3. Oktober 2004 in unserem Tierheim ein Gespräch mit dem Bürgermeister der Stadt Kiskunhalas statt.
Der Vorschlag des Bürgermeisters:
Die Stadt erlaubt in Zukunft dem Tierschutzverein, Hunde aus der Anlage zu übernehmen, nachdem diese ihre 14 Tage “Quarantäne” abgesessen haben und dann getötet würden. Dafür erhält der Verein einen jährlichen Zuschuss in Höhe von 600.000 Forint (ca. 2.400 Euro).
Dieses Geld deckt selbstverständlich bei weitem nicht die dem Tierschutzverein entstehenden Kosten für die übernommenen Hunde und aus Platzmangel können auch nicht alle Hunde übernommen werden. Trotzdem werden wir diesen Vorschlag akzeptieren.
Die Entscheidung jedoch, welcher der geschundenen Hunde weiterleben darf, müssen wir treffen und dies wird ohne Zweifel der schwerste Teil der Vereinbarung sein!

Dieser Bericht des Tierheims „Wau Mau Insel Kassel“ (www.wau-mau-insel.de) erreichte uns vom Tierheim Kronach kürzlich und macht uns sehr betroffen, zumal die Stadt Kiskunhalas die Partner-Stadt von Kronach ist.

Von Karsten Plücker vom Tierheim Wau Mau Insel Kassel erfuhren wir außerdem, dass der Bürgermeister von Kiskunhalas dem Tierschutz gegenüber nicht gerade positiv eingestellt ist. So wird der Tierschutzverein mit 800 Euro pro Jahr unterstützt, während der Hundefänger 12000 Euro bekommt.
Besonders erschreckend ist auch, dass Katzen eingefangen und getötet werden und das Angebot des Tierheims Wau Mau Insel Kassel zu Kastrationsaktionen abgelehnt wird. Überhaupt wird die Tierschutzarbeit insgesamt massiv behindert.

Wir schließen uns daher dem Tierheim Wau Mau Insel Kassel an und möchten alle Verantwortlichen inständig bitten, sich doch auf politischer und kultureller Ebene für eine bessere Tierschutzarbeit in Kiskunhalas einzusetzen, damit dort die Hilfe des Tierheims Wau Mau Insel Kassel nicht behindert, sondern vielmehr so gut wie möglich unterstützt wird. Wir sind der Meinung, dass die stillschweigende Duldung der menschenverachtenden und tierquälerischen Zustände in der Hundefängeranlage unserer Partner-Stadt einfach nicht hinnehmbar ist und hoffen im Sinne des Tierschutzes auf Unterstützung.

Tierschutzverein Kronach

Zum Hintergrund:

Im November 2003 eröffnete der Tierschutzverein Kiskunhalas (Südostungarn), gegründet im Februar 2003, sein Tierheim. Zu den fünf großen Freiläufen für Gruppenhaltung konnten wir mit deutscher Unterstützung (Bund gegen Missbrauch der Tiere und M.+J.-Bolz-Stiftung) in den vergangenen Jahren achtzehn Einzelzwinger hinzubauen, so dass derzeit 45 bis 55 Hunde Platz finden können. Bis 31.12.2005 haben wir 633 Hunde aufgenommen und konnten 572 von ihnen in ein schönes neues Zuhause vermitteln.

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Tierheim Kiskunhalas (wohlgemerkt: Hier handelt es sich nicht um die städtische Tötungsstation, sondern um einen privaten Tierschutzverein).
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Freiläufe für Gruppenhaltung
Aufgrund massiver Proteste unseres Vereins bei der Stadt Kiskunhalas konnten wir erreichen, dass seit 2004 alle von ihren Besitzern abgegebenen bzw. streunenden Hunde, die vom städtischen Hundefänger eingefangen wurden und dann getötet worden wären, in unser Tierheim übernommen werden dürfen.
Kiskunhalas ist heute dank unseres Einsatzes eine der wenigen ungarischen Städte, in denen keine eingefangenen Hunde mehr getötet werden.
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Viele Hunde konnten wir vor dem sicheren Tod retten,
z.B. Welpe Franziska und Prinz, der fast verhungert war.
(Beide sind wieder wohlauf und haben ein gutes neues Zuhause gefunden.)
Nach dem ungarischem Gesetz zur Seuchenbekämpfung müssen diese Hunde jedoch eine 14-tägige Quarantänezeit absitzen, bevor wir sie in unsere Obhut übernehmen dürfen. Die Stadt erlaubte nicht, dass wir die Hunde direkt ins Tierheim übernehmen, da wir nicht über ein den hohen gesetzlichen Anforderungen entsprechendes Quarantänegebäude verfügen.
Statt dessen wurde die ehemalige Hundetötungsanlage (gyepmesteri telep) von der Stadt kurzerhand in „Quarantänestation“ umbenannt. Quarantäne? Ein Witz, wenn es nicht so traurig wäre. Die Hunde sitzen dort wie eh und je in 1 mal 1 Meter großen Käfigen auf Betonboden, in ihren eigenen Exkrementen, ohne Möglichkeit für große Hunde sich hinzu-legen, direkt neben der städtischen Mülldeponie mit Gestank und Millionen von Fliegen im Sommer. Das Futter besteht aus Essensresten – Paprikaschoten, Zwiebeln, Zitronen inbegriffen – die innerhalb kürzester Zeit verderben bzw. im Winter gefrieren. (Essensreste zählen nach ungarischem Recht zum Sondermüll und dürfen nicht an Tiere verfüttert werden!) Getränkt werden die Hunde, da es kein Leitungswasser gibt, mit Grundwasser. Auf der nebengelegenen Mülldeponie werden ungesichert Hausmüll und hochgiftiger Sondermüll gelagert, und man kann wohl mit Recht davon ausgehen, dass das Grundwasser an dieser Stelle völlig verseucht ist.
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städtischer “Quarantänekäfig”
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endlich: Ankunft aus der “Quarantänestation” im richtigen Tierheim!
Unser nächstes Ziel
BAU EINER EIGENEN QUARANTÄNESTATION
Jeder Tag im Leben eines Hundes unter den zuvor beschriebenen Bedingungen ist ein Tag zuviel. Damit die Hunde, die sich alle nach dem Verlust ihres ehemaligen Zuhauses bzw. dem Einfangen durch den Hundefänger ohnehin in einem psychischen Schockzustand befinden, in der städtischen „Quarantäne“ nicht noch zusätzliches Leid erfahren müssen, planen wir den Bau einer eigenen Quarantänestation. Die eingefangenen Hunde könnten dann ohne den schrecklichen Umweg über die jetzige „Quarantäne“ direkt ins Tierheim übernommen werden.
Unsere Quarantänestation soll 8 – 10 Innen-/Außenzwinger erhalten, zwei Räume zur Unterbringung kranker Hunde bzw. Welpen, eine Futterküche und die gesetzlich vorgeschriebenen beiden Desinfektionsräume.
Wir sind als junger Verein, der sich fast ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden finanziert, jedoch nicht in der Lage, die Kosten von ca. 45.000 € allein zu tragen. Wir benötigen daher ganz dringend Hilfe von außen – Ihre Hilfe. Wir bitten Sie sehr herzlich, uns bei unserem Projekt durch Ihre Spende zu unterstützen.
Spendenkonto in Deutschland:
Tierheim Wau-Mau-Insel, Kassel
Postbank Frankfurt (BLZ 500 100 60), Kto. 1717 55-608
Verwendungszweck: Tierheim Kiskunhalas
Wenn Sie eine Spendenbescheinigung wünschen (ab 50 €), geben Sie auf der Überweisung bitte Ihre komplette Adresse an.

Spendenkonto in Ungarn:
K.A.T.E. (Kiskunhalasi Ã?llatvédö és Természetbarát Egyesület),
H-6400 Kiskunhalas, Erdei F. tér 1 B
Bank: Soltvadkert és Vidéke Takarék Szövetkezet, H-6400 Kiskunhalas, Kossuth u., Kto. 52700055-20035189-01100004
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Kontakt:
Dr. László Horváth, 1. Vorsitzender, 0036 / 77 422 554 (ungarisch)
Zoltán �kossy, Tierheimleiter, 0036 / 20 314 5475 (ungarisch + deutsch)
www.halasiallatotthon.hu (Seiten auch auf Deutsch)
E-Mail (deutsch + ungarisch) inesstefan@pannongsm.hu

Tierheim Kiskunhalas Ungarn
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H-6400 Kiskunhalas, Szegedi út
Vermittlung und Besucher:
samstags, 13.00 bis 16.00 Uhr
www.halasiallatotthon.hu

Info 2006

K.A.T.E.
Tier- und Naturschutzverein Kiskunhalas
Kiskunhalasi Ã?llatvedÅ‘ és Természetbarát Egyesület
Erdei F. tér 1 B, H-6400 Kiskunhalas

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