Die Veterinärbehörde und der Tierschutz-Ombudsmann kontrollieren in diesem Sommer auf Parkplätzen, ob Hundebesitzer ihre Vierbeiner in überhitzten Autos zurücklassen. Das ist nämlich Tierquälerei, die Besitzer haben mit einer Anzeige zu rechnen. Erstmals machten der Salzburger Tierschutz-Ombudsmann und der Amtstierarzt Montagmittag ihre Runden. “Bei solchen heißen Temperaturen muss man natürlich kontrollieren, ob Leute Hunde zurücklassen, was für die Hunde eine Todesfalle bedeuten kann und lebensbedrohend ist”, sagt Veterinärdirektor Josef Schöchl. Heuer mussten bereits zwei Hunde aus überhitzten Autos gerettet werden, sagt Tierschutz-Ombudsmann Alexander Geyrhofer.

“Mir sind heuer zwei Vorfälle bekannt, wobei bei einem der Hund nicht mehr gerettet werden konnte. Er wurde zwar lebend aus dem Auto geborgen, konnte aber nicht mehr gerettet werden. Beim zweiten Fall hat der Hund diese Tortur überlebt.”

Hunde sollten deshalb an Hitzetagen nicht einmal kurzfristig im Auto gelassen werden. Auch geöffnete Fenster helfen bei diesen Temperaturen nur wenig.

“Das Grundproblem ist: Der Hund kann nicht schwitzen”, sagt Geyrhofer, “Er muss seine Körpertemperatur herunterregeln, indem er stark hechelt und die Verdunstungskälte über die Lunge nützt. Wenn er eine hohe Außentemperatur hat, kann er den Körper nicht mehr kühlen und kommt in eine absolute Stresssituation, die bis zum Herz-Kreislauf-Versagen führen kann.”

Häufig unterschätzen Hundebesitzer die rasch steigenden Temperaturen in geparkten Autos, betont der Tierschutz-Beauftragte: “Wir haben eine Temperatur im Schatten von 34 Grad, in der Sonne von 64 Grad – und das Auto steht eine Viertelstunde auf dieser Stelle.”

Wenn Hunde bei diesen Temperaturen im Fahrzeug zurückgelassen werden, droht eine Anzeige wegen Tierquälerei.

http://salzburg.orf.at/stories/118644/

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