Berlin/München, 06.11.2007. Waldpilze stehen ohnehin nicht auf dem Speiseplan unserer Haushunde. Sind hingegen appetitliche Wurstscheiben mit einem Schimmelrasen bedeckt, stört das die meisten Vierbeiner herzlich wenig. Sie werden mit gleicher Gier wie andere Leckereien verschlungen.
Doch Fachleute warnen. „Haushaltsabfälle jedweder Art bergen ein enormes Gefahrenpotential“, so Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin der aktion tier e.V.. “Häufig enthalten Lebensmittel, die das Verfallsdatum überschritten haben, Schimmelpilze. Diese sind besonders für Hunde hochtoxisch“, führt Frau Dr. Hölscher weiter aus.
Vor allem der Schimmelpilz mit Namen Penicillium crustosum produziert gefährliche Nervengifte. Sie führen bei Hunden zu klassischen Vergiftungssymptomen. Zunächst tritt Übelkeit und Erbrechen auf, gefolgt von Bewegungsstörungen und Krämpfen bis hin zum Tod.
Tierbesitzer sollten daher streng darauf achten, dass ihre Tiere keinen Zugang zu Hausmüll haben. Auch abgelaufene Lebensmittel gehören aus gleichem Grund nicht in den Futternapf.
Doch bei aller Vorsicht bleibt ein Restrisiko. Im August diesen Jahres verstarben in der Schweiz zwei Hunde, nachdem sie mit Fruchtschalen eines Walnussbaumes gespielt hatten. Der Baum war vom Pilz befallen, wies jedoch äußerlich keinerlei Anzeichen eines Pilzbefalls auf.
Die Tierschutzorganisation aktion tier – menschen für tiere e.V. ist mit 210.000 Mitgliedern und 200 Kooperationspartnern eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.
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Dr. med. vet. Tina Hölscher, Veterinärin bei aktion tier, Tel.: 0177-2451198
(tierarzt@aktiontier.org).
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