Deutsches Tierhilfswerk gibt Tipps für zukünftige Tierhalter

Berlin/München, 12.01.2006. Haustiere werden in Deutschland immer beliebter. So „hielten“ sich die Deutschen im Jahr 2002 "nur" 22.700.00 Mio. Heimtiere, im Jahr 2004 waren es schon 23.100.000 Mio. Tiere – Aquarienfische nicht mitgerechnet. Demnach „hält“ sich statistisch gesehen etwa jeder zweite Haushalt ein Tier. In der Beliebtheitsskala liegen die Samtpfoten mit 7,2 Mio. an der Spitze, gefolgt von 5,8 Mio. Kleintieren, wie Kaninchen, Meerschweinchen und Hamster. Dicht auf folgen die Hunde mit 5,0 Mio. und etwas abgeschlagen die Vögel mit 4,7 Mio. Vertretern.

Doch die Zahl der abgegebenen Tiere (ca. 500.000 im Jahr) in den Tierheimen wächst leider genau so stetig an, wie viele der Vierbeiner einfach ausgesetzt werden, daran wagt man noch nicht einmal zu denken.

Das Deutsche Tierhilfswerk (DTHW) e.V. appelliert deshalb an alle, die sich im neuen Jahr einen Hausgefährten zulegen möchten, dies gut zu überdenken. Ist die Entscheidung gefallen, dann sollte es nach Möglichkeit ein Tier aus dem Tierheim sein. Es müssen keine Tiere von Züchtern für teures Geld gekauft werden, denn viele Vierbeiner warten in den Tierheimen schon lange sehnsüchtig auf einen neues Heim.

Was sollte ein künftiger Tierhalter bedenken:

-         ein Tier  aus dem Tierheim hat zumeist ein schweres Schicksal hinter sich und bedarf bei der Eingewöhnung in seine neue Umgebung besonderer Fürsorge und Geduld.

-         Vorab muss mit dem Vermieter geklärt werden, ob eine Tierhaltung erlaubt ist (wobei nicht jedes ausgesprochene Verbot tatsächlich rechtlich haltbar ist)

-         Alle Familienmitglieder müssen einverstanden sein.

-         Wer versorgt das Tier? Tiere müssen regelmäßig gefüttert und mit Wasser versorgt werden. Wer reinigt die Futternäpfe, wer putzt die Käfige? Wer besorgt das Futter, Heu etc.? Wer pflegt das Tier, z.B. bürsten?

-         Liegen in der Familie Tierhaarallergien vor?

-         Ein Hund muss am Tag mehrmals Gassi geführt werden und das bei jedem Wetter.

-         Wird in Kauf genommen, dass Straßendreck in die Wohnung geschleppt wird, und dass Katzen- und Hundehaare an Kleidung und Polstermöbeln haften?

-         Tiere kosten Geld: Futter, Tierarzt, Hundesteuer, Haftpflichtversicherung.

-         Wer übernimmt die Pflege des Tieres, wenn die Familie in Urlaub fährt?

-         Ein Tier ist kein Gegenstand, den man bedenkenlos wieder entsorgen kann, wenn man dessen überdrüssig geworden ist.

 

Judith Schmalzl, vom DTHW e.V. in München: „Mit der Anschaffung eines Tieres übernimmt man ein große Verantwortung für ein lebendes Geschöpf und die nicht nur für eine kurze Zeit“.

Für alle, die gerne Tierhalter werden möchten, bietet das Deutsche Tierhilfswerk e.V. die kostenlose Zusendung des Faltblattes „Welches Tier passt zu mit? – Denkanstösse für den künftigen Tierhalter“ an.

Neben den oben genannten Überlegungen, umfasst das Faltblatt auch differenzierte Ausführungen zu den einzelnen Haustierarten, wie Hund, Katze, Zwergkaninchen, Meerschweinchen, Goldhamster, Vögel und andere Haustiere.

 

 

Das Deutsche Tierhilfswerk ist mit 210.000 Mitgliedern und 200 Kooperationspartnern eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.

 

 

Weitere Informationen bei:
Judith Schmalzl, DTHW-Geschäftsstelle München, Tel.: 089-75969252 (judithschmalzl@tierhilfswerk.de)

 

 

Deutsches Tierhilfswerk e. V.

Pressestelle

Kaiserdamm 97
14057 Berlin

 

Tel.: 030-301038-33

Fax: 030-301038-34

www.tierhilfswerk.de

 

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