Das Deutsche Tierhilfswerk e.V. begrüßt die Abschaffung der Hundesteuer in der sächsischen Stadt Stollberg
München/Berlin/Stollberg, 03.04.2005. Seit Jahren engagiert sich das Deutsche Tierhilfswerk für die Abschaffung der Hundesteuer. Da es sich bei der Hundesteuer um eine kommunale Aufwandssteuer handelt, können die einzelnen Städte und Gemeinden die Höhe dieser Abgabe eigenständig festlegen. So werden die ca. 4,5 Mio. in Deutschland lebenden Hunde je nach Wohnort ziemlich unterschiedlich besteuert.
Die Hundesteuer ist eine sehr alte Steuerart – bereits 1810 wurde sie in Preußen als so genannte „Luxussteuer“ eingeführt. Einen Hund zu besitzen galt damals als Luxus.
Heute ist die Hundehaltung in allen Bevölkerungsschichten und in den unterschiedlichsten Lebenssituationen verbreitet. Familien mit Kindern „leisten“ sich einen Hund, weil sie erkennen, dass dieser für die Entwicklung des Kindes förderlich ist, Alleinstehende bereichern ihr Leben durch die Aufnahme eines Hundes.
Mit dem Wegfall des ursprünglichen Zwecks der Hundesteuer wurden neue Begründungen konstruiert. Eine davon ist, dass mit dieser Steuer den Beeinträchtigungen für die Allgemeinheit, die von einer Hundehaltung ausgehen (Verunreinigung der Wege und Grünanlagen), begegnet werden soll. Judith Schmalzl vom Deutschen Tierhilfswerk hält dagegen: „Diese Begründung ist mehr als fadenscheinig, denn Städte und Gemeinden haben sowieso die Pflicht, die öffentlichen Straßen und Plätze zu reinigen.“ Es gibt keinen vernünftigen Grund dafür, dass unter den vielen verschiedenen Haustieren einzig der Hund mit einer Steuer belegt wird. Die Hundesteuer ist ungerecht, tierschutzfeindlich und aus ordnungspolitischer Sicht unsinnig.“
Gerade in Zeiten leerer Staatskassen neigen Stadtmütter und –väter dazu, die Hundesteuer noch ein bisschen zu erhöhen. „Wir hatten in den letzten Monaten häufig völlig verzweifelte Menschen an den Telefonen, die gleichzeitig zu Hartz IV auch noch mit einer Erhöhung der Hundesteuer von bis zu 25 % zurecht kommen mussten“, erzählt Judith Schmalzl vom Deutschen Tierhilfswerk aus München.
Umso mehr ist das DTHW e.V. darüber erfreut, dass die Stadt Stollberg in Sachsen als erste Kommune reagierte und sozial Schwachen die Hundesteuer erlassen will.
Letzten Endes profitieren beide Seiten von der Abschaffung dieser unsozialen Steuer. Die Stadt Stollberg hat erkannt, dass mit dem Erlass der Hundesteuer weniger Hunde im kommunalen Tierheim landen, wo sie mit Steuergeldern versorgt werden müssen.
Judith Schmalzl vom DTHW e.V. hofft, dass dieses Beispiel bundesweit Schule machen wird.





Januar 28th, 2008 at 22:54
Zu Ihrer website kann ich nur gratulieren-äusserst informativ,gut gestaltet und so ansprechend, dass man den ganzen Abend damit verbringt-ja, und so werden wir wohl auch” unseren” Hund finden bzw. ihn schon gefunden haben.
All den Mitarbeitern grosse Anerkennung für die geleistete Arbeit.Sollen die Verdienstkreuze an die Audi und VW Vorstände geschickt werden- dieses Kronach – Team hätten sie mehr als verdient.
Volker Grewe
August 27th, 2008 at 13:52
Hallo, ich bekomme auch Harz IV und vor ein paar Tagen bekam ich den Bescheid das ich ab 01.09.08 160.00€ weniger Geld bekomme,das währen ab 01.09.08 -Februar 2009 nur 196.26 €!
Mein Hund Charly ist aus dem Versuchslabor,den kann ich doch unmöglich wieder nach 5 Jahren wieder abgeben!
Aber wie soll ich das vinanziell machen, das geld wird knapp!
Längere Zeit habe ich für Tiere gespendetund jetzt geht es leider nicht mehr !
mit freundlichen
Grüßen
Frau Regine Schöniger
Juni 12th, 2009 at 16:39
Es wird Zeit, die Hundesteuer in Deutschland abzuschaffen.
Man zieht staatlicherseits jeden durch, aber wenn z.B. jemand alleinstehend ist,im Ausland lebt und nur auf verantwortungslose,verheiratete, faule, opportunistische problematische und einfach nicht “passende” – zu 99 % ausländische – Männer gestossen ist und daher nicht einmal hat heiraten können, dann hat sie vielleicht eine Hundefamilie aus dem Tierheim. Wenn dann so jemand aus naheliegenden Gründen zurück in die Heimat will, dann ist er nicht nur zuerst arbeitslos und hat ein ganzes Leben aufgegeben, sondern er ( sie ! ) bekommt keine annehmbare Rente mehr, zahlt Steuern “für die Ledigkeit, für das Fehlen von Kindern”…. und zusätzlich ist da das Damoklesschwert der “Bestrafung der Hundehaltung”, das zusätzlich bereits durch das Leben sehr gestrafte Personen nochmals straft.
Ein Grund, nicht zurückzugehen in die Heimat und allein mit seinen Tieren in praktisch völliger Ungewissheit im Ausland weiterzukämpfen, ohne Partner und ohne halbwegs sichere Perspektive, nur auf gut Glück.
So manch ein “Ausländer” setzt allerdings mal schnell seinen Hund aus, um nach Europa zu gehen und es sich gut gehen zu lassen.
Tut man es selbst aus Prinzip nicht und hält es für Barbarei, dann gilt man als dumm und wird allerorten noch zustÄtzlich dafür gestraft.