Berlin/ München, 07.04.2010. Mit Frühjahrsbeginn verwandeln sich Wald und Flur in eine Wildtierkinderstube. Die ersten Feldhasen sind schon unterwegs und damit beginnen auch die Probleme. Häufig entdecken Spaziergänger die vermeintlich aussehenden hilflosen Häschen, da ihnen noch der Fluchttrieb fehlt, und sammeln diese aus Unkenntnis ein. Vielen dieser Menschen, die es nur gut meinen, ist nicht bewusst, dass der erste Eindruck, die kleinen Lebewesen seien verwaist, trügt.

Nach einer Tragzeit von 42 Tagen werden 2-3 bereits behaarte Junghasen, mit offenen Augen geboren. Die Junghäschen befinden sich zumeist nicht an einem Fleck, sondern sitzen einzeln verstreut in flachen Mulden. Die Häsin sucht ihre Jungen nur in großen zeitlichen Abständen 1-2-mal für wenige Minuten zum Säugen auf. In den ersten Wochen bewegen sich die Jungtiere kaum und verströmen auch keinen eigenen Körpergeruch. Für die Kleinen ist das die perfekte Tarnung vor Fressfeinden.

Judith Brettmeister von der aktion tier – Geschäftsstelle München warnt davor unverletzte Tiere mitzunehmen: „ Auch wenn Sie sich noch so viel Mühe geben, sind die Überlebenschancen bei einer künstlichen Aufzucht sehr gering. Zudem können Wildtiere, die vom Menschen aufgezogen wurden, kaum noch ausgewildert werden, da sie jegliche Scheu vor dem Menschen verloren haben“.

aktion tier – menschen für tiere e.V. ist eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.

Weitere Informationen bei:
Judith Brettmeister, aktion tier – Geschäftsstelle München, Tel: 089-75 969 252 Judith.Brettmeister@aktiontier.org

aktion tier – menschen für tiere e.V.

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