Berlin/München, 18.05.2007. Menschen wissen, was sie essen dürfen. Tiere meist auch, aber eben nicht immer. Exotische Zimmerpflanzen können für Vögel, Katzen und Nager zum Verhängnis werden. Bei diesen eingeführten Pflanzenarten versagt ihr Instinkt. Schon geringe Mengen genügen, um Vergiftungen auszulösen. So sind der Ritterstern, die Prachtlilie, die Becherprimel oder auch das Korallenbäumchen hochgiftig für unsere Haustiere. Bei der Wohnungseinrichtung sollte in Haushalten mit Tieren auf diese Arten verzichtet werden.

Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin der aktion tier e.V., beschreibt mögliche Symptome einer Vergiftung: „Zunächst treten meist vermehrt Speichelfluss und Durchfälle auf. Gleichgewichtsstörungen, Erbrechen und Muskelzittern können folgen. Ohne Behandlung kann es zum Atemstillstand kommen. Daher sollte baldmöglichst ein Tierarzt aufgesucht werden. Am besten man bringt die Pflanze, die im Verdacht steht, die Vergiftung ausgelöst zu haben, mit in die Praxis.“

Doch auch Pferdebesitzer sollten aufmerksam sein. Beweidete Flächen müssen sorgsam von Giftpflanzen befreit werden. Pferde und Ponys reagieren besonders empfindlich auf toxische Substanzen. Eibe, Hahnenfuss und Jakobs-Greiskraut sind nur wenige Beispiele der großen Gruppe der für diese Tiere gefährlichen Pflanzenarten. Frühes Mähen ist keine sichere Vorsichtsmassnahme. Die giftigen Pflanzen müssen mit Wurzel entfernt werden. Das Toxin der Herbstzeitlosen verliert im Übrigen seine Wirkung auch beim Trocknen nicht. Daher kann auch Heu gefährlich sein und sollte nur von erfahrenen und vertrauenswürdigen Bauern bezogen werden.

Die Tierschutzorganisation aktion tier – menschen für tiere e.V. ist mit 210.000 Mitgliedern und 200 Kooperationspartnern eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.

Weitere Informationen bei:
Dr. med. vet. Tina Hölscher, Veterinärin bei aktion tier, Tel.: 089-89146676, Mobil: 0177-2451198 (tierarzt@aktiontier.org).

aktion tier – menschen für tiere e.V.

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