Berlin/München, 05.06.2007. Auch bei niedrigen Außentemperaturen sollten Tiere nicht über längere Zeit im verschlossenen Auto alleine gelassen werden. Ein Berliner Gericht verurteilte jetzt einen Autofahrer, der seine zwei Hunde im November über mindestens sieben Stunden unbeaufsichtigt im Fahrzeug zurückließ.

Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin der aktion tier e.V., erläutert die Problematik: „Durch den Sauerstoffverbrauch in der Fahrgastzelle kommt es innerhalb kurzer Zeit zur Kohlendioxidübersättigung. Da kein Luftaustausch stattfindet solange das Auto steht, gesellt sich Sauerstoffmangel hinzu. Die Tiere erleiden bei geschlossenen Fenstern nach einigen Stunden eine Vergiftung bis hin zum Tod.“

Je größer der oder die Hunde sind und je kleiner das Auto ist, in dem sich die Tiere befinden,  umso schneller entwickelt sich eine Gefahrensituation. Erste Vergiftungssymptome können Atemnot, Unruhe und Krämpfe sein.

Abgesehen von der Giftgasentwicklung brauchen Hunde ein Mindestmass an Bewegung und müssen die Möglichkeit haben, in angemessenen Zeitabständen Kot und Urin abzusetzen. Schon allein aufgrund dieser Umstände sollten sich längere Aufenthalte der Haustiere im Auto für den Tierhalter von selbst verbieten.

Die Tierschutzorganisation aktion tier – menschen für tiere e.V. ist mit 210.000 Mitgliedern und 200 Kooperationspartnern eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.

Weitere Informationen bei:
Dr. med. vet. Tina Hölscher, Veterinärin bei aktion tier, Tel.: 089-89146676, Mobil: 0177-2451198 (tierarzt@aktiontier.org).

aktion tier – menschen für tiere e.V.

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