Berlin/München, 08.07.2011. Eines der beliebtesten Reiseziele ist der Mittelmeerraum. Allerdings: Wer seinen Hund in den Süden mitnehmen möchte, sollte vorsichtig sein. In wärmeren Ländern drohen dem vierbeinigen Reisebegleiter diverse Infektionskrankheiten wie Babesiose, Ehrlichiose, Leishmaniose und Dirofiliarose. Übertragen werden diese exotisch klingenden Krankheiten durch Zecken- und Mückenarten.
Deshalb sollten, bevor man mit seinem vierbeinigen Reisebegleiter die Fahrt in den Sonnenurlaub antritt, präventive Maßnahmen ergriffen werden: Gegen die blutsaugenden Zecken wird zwei Wochen vor der Abreise ein Spot-on-Präparat auf die Haut des Hundes aufgetragen. Das Tier ist nun zu 99% vor Zeckenbissen und damit vor einer Ansteckung mit Babesiose und Ehrlichiose geschützt.
Im Gegensatz zu Babesiose und Ehrlichiose wird die bei Hunden sehr ernst zu nehmende, oft tödlich verlaufende Leishmaninose durch Sandmückenstiche übertragen. Einen absoluten Schutz hiergegen gibt es nicht, aber einige Mittel vertreiben auch Mücken. Außerdem sollten Reisende mit Hund die Flugzeiten der Sandmücke beachten. Am aktivsten sind die Plagegeister von Mitte August bis Ende September. In dieser Zeit sollten die Tiere auf keinem Fall während der Dämmerung und nachts draußen schlafen. Bei Dirofiliarose oder auch Herzwurm genannt, raten Fachleute zur Abwehr der Erkrankung dem Tier ein Monat vor der Abreise und drei Monate nach der Rückkehr ein spezielles Medikament zu verabreichen.
Prinzipiell sollte man sich vor der Urlaubsreise vom Haustierarzt eingehend beraten lassen.
aktion tier – menschen für tiere e.V. ist deutschlandweit eine der mitgliederstärksten Tierschutzorganisationen. Der Verein hat sich zur Aufgabe gemacht, die Bevölkerung durch Kampagnen und Informationsveranstaltungen auf Missstände im Tierschutz aufmerksam zu machen und Lösungen aufzuzeigen, wie diesen nachhaltig begegnet werden kann.
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