Berlin, 16.06.2009. Wie in jedem Jahr der Brut- und Setzzeiten von Wildtieren erreichen uns leider immer wieder Meldungen von verendet oder fast verhungerte aufgefundenen jungen Feldhasen, Igeln, Kleinsäugern, Amphibien und Vögeln. Es handelt sich dann um jene Tiere, die in nicht abgedeckte Kellerschächte gestürzt sind und selbstständig nicht wieder heraus kommen. Welches Leid diese Tiere ertragen mussten bis zu ihrem qualvollen Ende beweisen die blutigen, bis auf die Knochen abgeschürften Füße. Wenn die Tiere nicht entdeckt werden, verhungern oder verdursten sie.
„Es bieten sich verschiedene Möglichkeiten an, um diese Todesfallen zu entschärfen. Bei abgedeckten Kellerschächten mit breiten Gitteröffnungen sind die im Fachhandel angebotenen Alu-Kellerschacht-Gewebe praktisch. Sie sind zuschneidbar, preiswert und lassen sich einfach unter das Gitter klemmen“, so Ingeborg Polaschek von der aktion tier-Fachberatungsstelle für Wild- und kleine Haustiere.
Andere steilwandige Gruben und Schächte sollte man gut abdecken oder den Tieren das Hinausklettern durch schräg eingestellte, rauwandige Bretter ermöglichen. Gefahr droht ebenfalls durch außen liegende Kellertreppen mit steilen, hohen Stufen. In diesem Fall hilft eine aufgelegte Holzbohle. So können Tiere mit dieser Ausstiegshilfe selbstständig wieder ins Freie gelangen.
Es sind nur wenige Handgriffe, aber sie helfen, unzählbaren Tieren das Leben zu retten. Wenn Sie, liebe Tierfreunde, diese kleinen Hinweise beachten, können viele Tierleben gerettet werden.
Die Tierschutzorganisation aktion tier – menschen für tiere e.V. ist mit 210.000 Mitgliedern und 180 Kooperationspartnern eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.
Weitere Informationen bei:
Ingeborg Ingeborg Polaschek, aktion tier-Fachberatungsstelle für Wild- und kleine Haustiere, Tel.: 06051 73615 (info@bildagentur-ipo.de).
aktion tier – menschen für tiere e.V.
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