Berlin, 22.10.2008. Am kommenden Freitag führt die bundesweit tätige Tierschutzorganisation aktion tier eine große Aktion gegen das Stopfen von Enten und Gänsen durch.

Foie gras, die Stopfleber, gewinnt auch in Deutschland immer mehr an Beliebtheit. So werden über 135 Tonnen der krankhaft vergrößerten Gänse- oder Entenlebern jedes Jahr in der Bundesrepublik verzehrt, Tendenz steigend. Foie gras zählt wie Kaviar und Trüffel zu den Status-Lebensmitteln. Dabei ist die qualvolle Gewaltfütterung zur Produktion der umstrittenen Delikatesse in Deutschland schon seit Jahren verboten. Dennoch wird Gänseleberpastete oder ähnliche Produkte mit Stopfleber, importiert aus Frankreich, Ungarn, Polen oder Israel, hierzulande angeboten. Angesichts der bevorstehenden Weihnachtszeit, während derer traditionell Gerichte mit Foie gras gegessen werden, möchte aktion tier mit einer Unterschriften- und Protestaktion potentielle Konsumenten auf die Tierquälerei in den Stopfmastbetrieben aufmerksam machen und somit vom Kauf dieser Produkte abhalten.

Unsere Aktion am kommenden Freitag:

Was passiert: Es werden Verbraucher informiert, dazu wird ein über-lebensgroßes Gänsemodell zur Veranschaulichung „gestopft“, es werden Unterschriften für einen Importstopp von Stopfprodukten gesammelt und eine neue Videodokumentation des Deutschen Tierschutzbüros zum Thema vorgestellt.

Wo: Auf dem Berliner Alexanderplatz (zwischen Haupteingang Galeria Kaufhof und dem U-Bahneingang Alexanderplatz)

Wann: Am kommenden Freitag, den 24.10.08, ab 11 Uhr

Rückfragen: Ursula Bauer, aktion tier, Tel.: 030-30103831

Journalisten und Medienvertreter sind herzlich eingeladen.

Foto- und Videomaterial zum Thema Stopfen stellen wir Ihnen gerne honorarfrei zur Verfügung.

Die Tierschutzorganisation aktion tier – menschen für tiere e.V. ist mit 210.000 Mitgliedern und 200 Kooperationspartnern eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.

Weitere Informationen bei:
Ursula Bauer, Diplom-Biologin von aktion tier, Tel.: 030-30103831 (Berlin@aktiontier.org).

aktion tier – menschen für tiere e.V.

Pressestelle

Kaiserdamm 97
14057 Berlin

Tel.: 030-301038-33

Fax: 030-301038-34

www.aktiontier.org

info@aktiontier-pressestelle.org

update 25.10.08

Gans arm dran: gestopft, gemästet, gequält

aktion tier startet eine bundesweite Initiative gegen das Stopfen von Gänsen und Enten

Berlin, 24.10.2008. Der Startschuss für die Kampagne von aktion tier gegen die qualvolle Zwangsfütterung von Gänsen und Enten zur Erzeugung der Stopfleber fand heute auf dem Berliner Alexanderplatz statt. Zur Verdeutlichung der Gewaltfütterung wurde eine Modellgans gestopft. Außerdem stellte aktion tier eine neue Videodokumentation des Deutschen Tierschutzbüros zum Thema vor und sammelte Unterschriften für ein Importverbot von Stopfleberprodukten.

In Deutschland ist das Stopfen seit längerem verboten. Paradoxerweise erfreuen sich Gerichte mit Foie gras, die nichts weiter ist als eine krankhaft vergrößerte, verfettete Vogelleber, jedoch hierzulande vor allem in der Weihnachtszeit wachsender Beliebtheit. Andere sollen quälen – wir wollen konsumieren. Und zwar über 135 Tonnen Stopfleber jährlich. Importiert vor allem aus Frankreich, weniger aus Ungarn, Bulgarien und Polen.

Zur Produktion der fragwürdigen „Gourmet“-Speise werden Gänse und Enten in großem Stil gezüchtet und in einer mehrwöchigen Tortur gestopft. Hierfür wird den Tieren mehrmals am Tag ein langes Metallrohr in den Hals eingeführt und, je nach Land, mittels eines Holzstabes oder einer Pressluftpumpe bis zu 1,5 kg gesalzener Mais oder Hafer direkt in den Magen gepresst.

Als Folge dieser grausamen Zwangsfütterung treten schwere Verletzungen an den Schnäbeln sowie im Hals- und Magenbereich auf, so dass die derart gequälten Vögel nach kurzer Zeit nicht mehr selbstständig fressen können. Herz- und Lungenprobleme kommen dazu. Außerdem ersticken zahlreiche Vögel während der Tortur oder es platzt ihnen der Magen.

„Um diese Tierquälerei zu stoppen, möchte aktion tier mit seiner Unterschriften- und Protestaktion die Diskussion über ein Importverbot von Stopfleberprodukten ankurbeln und die Verbraucher vom Kauf und Konsum der Foie gras abhalten“, so die Diplom-Biologin Ursula Bauer von der Tierschutzorganisation aktion tier.

Die Tierschutzorganisation aktion tier – menschen für tiere e.V. ist mit 210.000 Mitgliedern und 200 Kooperationspartnern eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.

Weitere Informationen bei:
Diplom-Biologin Ursula Bauer, aktion tier – Geschäftsstelle Berlin, Tel.: 030-30103831, Mobil: 0178-4550868 (Berlin@aktiontier.org).

aktion tier – menschen für tiere e.V.

Pressestelle

Kaiserdamm 97
14057 Berlin

Tel.: 030-301038-33

Fax: 030-301038-34

www.aktiontier.org

info@aktiontier-pressestelle.org

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