11.November, Todestag des Heiligen Martin…
…aber auch Todestag für Abermillionen Gänse und Enten, die aufgrund einer fragwürdigen Überlieferung genau zu dieser Zeit massenhaft geschlachtet werden.
Im Jahre 371 sollte der heilige Martin zum Bischof ernannt werden, wofür er sich aber als nicht würdig empfand. So versteckte er sich in einem Gänsestall. Die aufgeregten Tiere jedoch verrieten durch ihr lautes Schnattern seine Anwesenheit und Martin musste das Amt annehmen. Die Geste ist also als ein Symbol zum Erhalt von Leben zu deuten, nicht um Leben zu nehmen!
Kein Erbarmen mit Martins Gänsen?
Gänsemast bedeutet ein langes und furchtbares Martyrium für die allermeisten dieser Tiere.
Jungtiere in der Mast – lebenswert?
Der Großteil der Gänse wird in der Massentierhaltung aufgezogen. Nach einem immer qualvollen Tiertransport zum Schlachthof werden viele dann nicht einmal richtig betäubt, weil sie vor dem mit Strom versetzten Wasserbad die Köpfe heben und dann bei vollem Bewusstsein geköpft.
Die Tiere können ihre sozialen, psychischen und physischen Grundbedürfnisse nicht ausleben. Sie müssen nur zu oft einzeln und in viel zu kleinen Käfigen vegetieren. Umdrehen, Flügelschlagen, Gefiederpflege und andere artgemäße Verhaltensweisen sind in den Käfigen nicht möglich. Während der Stopfzeit werden die Tiere in nahezu vollständiger Dunkelheit gehalten.
Apropos: mit dem ‘Martinigansl’ hat auch die Stopfleber, eines der tierquälerischsten Nebenprodukte überhaupt, wieder Hochsaison. Der Futterbrei wird mit Pumpen in die Speiseröhre gepresst, um die Leber auf das bis zu 10-fache des Normalgewichtes anwachsen zu lassen.
Beim Hinabstoßen des Metallrohres in den Schlund kommt es sehr häufig zu Verletzungen der Speiseröhre. Zudem empfinden die Vögel dabei einen quälenden Würgereflex. Viele Tiere leiden unter solchen Bedingungen an Verdauungsstörungen, Gelenksentzündungen, Knochenbrüchen und Verletzungen im Bein- und Brustbereich.
viele Tiere sterben vorzeitig… ‘Ausfall’ einprogrammiert, der Tod eine Erlösung
im Tod sehen sie alle gleich aus, ob wie hier in Bulgarien…
oder wie hier in Deutschland
Zusätzlich werden sowohl Mast- als auch Stopfgänse zur Daunengewinnung völlig ohne Betäubung gerupft Dabei werden den Tieren sämtliche weiße Federn vom Leib gerissen, was ähnlich schmerzhaft ist wie Haare-Ausreißen. Durch Akkordarbeit wird wenig aufgepasst und manchmal werden so ganze Hautstücke mit ausgerissen.
Lebendrupf…ein Verbrechen der grausamsten Art
Nicht einmal 10 % (!!!) des österr. Bedarfs an ‘Martinigansln’ werden von heimischen Betrieben gedeckt. Der Rest wird importiert, zumeist aus Frankreich, Ungarn, Bulgarien oder Polen. Dort sind die Gänse noch viel weniger durch Gesetze geschützt wie hierzulande.
Entenmast in Deutschland – Gitter statt Wasserbecken für Jungtiere…
Tiere wollen leben, so wie wir – und sie haben ein Recht darauf. Sie sind im selben Maße schmerz- und leidesfähig, wer möchte dies bezweifeln. Bitte verzichten Sie deshalb auf Tierqualprodukte!
Und seien Sie sich bewußt: ein Blick in die Tierfabriken verrät nur zu deutlich – Tierqualprodukte sind sie alle, jedes vom Tier kommende Nahrungs- und Gebrauchsmittel, egal ob es sich nun um Daunen, Stopfleber, Leder oder Fleisch handelt…
Deshalb: wirklicher Tierschutz beginnt beim Vegetarismus!
Bitte helfen sie uns helfen!
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