
Raitán sah schrecklich aus, als die Polizei ihn entdeckte. Es war knapp auszumachen, wo das Gesicht des Wasserhundes war. Kaum mehr erkennbar waren die Beine. Sein Fell war völlig verfilzt, voller Dreck. Ein grauenhafter Anblick! Der Hund ging durch die Hölle. Über acht Jahre war er gefangen. Eingesperrt im Haus seines Besitzers im spanischen Dorf Dos Hermanas, der ihn völlig verwahrlosen liess. Kein Kontakt zu anderen Tieren, kein Zugang zur Aussenwelt.
Der Besitzer ist Alkoholiker und merkte gar nicht, wie schlecht es dem Tier ging. Die Misere von Raitán fiel erst auf, als Nachbarn wegen des erbärmlichen Gestankes aus dem Haus die Polizei informierten. Und diese traute ihren Augen nicht, als sie das verwucherte Häufchen Elend befreite.
Raitán konnte nicht gehen, hatte es verlernt zu bellen. Das arme Tier wurde in ein Heim gebracht. Die Ärzte glaubten erst, für den Hund komme jede Hilfe zu spät und er müsse eingeschläfert werden. Sie schnitten ihm fünf Kilo Fell ab. Erst jetzt konnte Raitán wieder auf eigenen Beinen stehen. Der Hund wird im Heim nun aufgepäppelt, damit er schon bald wieder richtig gesund wird.
Quelle: http://tierschutznews.ch/index.php?option=com_content&task=view&id=1789




