Berlin/München, 03.01.2006. Sie werden in Deutschlands Haushalten immer beliebter: Leguane, Geckos, Schildkröten und Schlangen aller Couleur. Doch was viele Tierfreunde unterschätzen: Die Haltung dieser Tierarten ist anspruchsvoll und aufwendig.
Frau Dr. Tina Kugler, Veterinärin beim Deutschen Tierhilfswerk e.V. berichtet aus der Praxis: „Die meisten Krankheiten der Reptilien sind auf nicht artgerechte Haltungsbedingungen zurückzuführen. Das Klima im Terrarium muss dem des Herkunftslandes der Tierart entsprechen. Schon von diesem Umstand wissen die meisten Tierhalter nichts. Die Folge sind oft unheilbare Krankheiten wie z.B. Rachitis. Dabei verformen sich die Knochen und das Tier leidet unsägliche Qualen bis zum Tod.“
Will man Exoten artgerecht unterbringen, wird es richtig teuer. Die Kosten für UV-Lampen, Heizstäbe, Vernebler, Futter und Strom betragen ein Vielfaches des rein materiellen Wertes des Tieres. Für geschützte Arten muss der Halter Papiere haben. Daher rät das Deutsche Tierhilfswerk e.V. von der kurzfristigen Anschaffung von Reptilien ab. Diese Tierarten können unter Tierschutzaspekten nur von ausgesprochenen Liebhabern artgerecht gepflegt werden.
Das Deutsche Tierhilfswerk ist mit 210.000 Mitgliedern und 200 Kooperationspartnern eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.
Weitere Informationen bei:
Dr. med. vet. Tina Kugler, DTHW-Veterinärin, Tel.: 089-89146676 (tierarzt@tierhilfswerk.de).
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