Zur Annahme der Erklärung zum Verbot von Robbenprodukten durch das Europaparlament erklärt die Europaabgeordnete und Tierschutzpolitikern Hiltrud Breyer MdEP (Bündnis 90/ Die Grünen):
Die vom Parlament angenommene Erklärung zum Verbot von Robbenprodukten ist hoffentlich der Anfang vom Ende für diesen grausigen Markt in der EU. Kommerzielle Robbenjagd ist eine barbarische Praxis, die sich gegen junge, nur wenige Wochen alte Robben richtet. Es ist höchste Eisenbahn, dass der Vermarktung von Robbenprodukten durch ein Verbot der Boden entzogen wird. Das bereits in einigen EU-Mitgliedsstaaten geltende Importverbot muss endlich auf ganz Europa ausgedehnt werden. Die EU-Kommission ist aufgefordert, umgehend einen entsprechenden Gesetzesentwurf vorzulegen.
Der Bestand der Robben ist bereits durch den Klimawandel gefährdet, denn die schmelzende Eisschicht bedroht die natürliche Aufzucht der Tiere. Das wahnwitzige Ausmaß der jährlichen Robbenjagd droht den Robben den Garaus zu machen. Allein in den letzten vier Jahren wurden über 1,5 Millionen Robben wegen ihres Fells umgebracht, fast alle Tiere (97%) waren jünger als drei Monate. Ein EU-weites Verbot zum Import, Export und Verkauf würde die Nachfrage nach Robbenfell senken. Dies wäre ein längst überfälliger Schritt, um diese barbarische Praxis zu beenden.
Hintergrund:
Schon seit 1972 haben die USA den Handel mit Robbenprodukten verboten. Mexiko und Kroatien haben ähnliche Verbote seit 2006 und in Italien ist ein Gesetz in Vorbereitung. Seit 2004 hat Belgien den Import von Robbenprodukten verboten und die Niederlande wollen diesem Beispiel folgen. In Deutschland existiert kein Verbot. Der EU-Markt für Robbenfell ist weltweit der größte.
Die traditionelle Jagd der Inuit auf Robben ist von der Erklärung ausgeschlossen, da diese keine Robbenjunge jagen.
Hiltrud Breyer MdEP
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