Brüssel. SDA/DPA/baz. Die EU-Kommission und die Mitgliedstaaten sagen dem Handel mit Haustierfellen in Europa den Kampf an. Die Landwirtschaftsminister sprachen sich am Montag in Brüssel für die Kommissionspläne eines Import- und Exportverbots von Katzen- und Hundefellen aus.
«Wir machen auf diese Art und Weise deutlich, dass die EU den Wünschen der Bürger Europas Rechnung trägt», sagte EU- Gesundheitskommissar Markos Kyprianou. Die EU-Staaten forderten allerdings Änderungen an dem Entwurf.
Katzen- und Hundefelle sind laut einer Studie des niederländischen Agrarministeriums auch in Kinderspielzeug, Kuscheltieren und Spassartikeln enthalten. Tierschutzorganisationen warnen davor, dass Hunde und Katzen in Drittländern für den Handel grausam getötet werden.
In 15 EU-Staaten, darunter Deutschland, gibt es bereits Vorschriften zum Handel mit Hunde- und Katzenfellen. Agrarstaatssekretär Gert Lindemann forderte darüber hinaus ein Verbot des Handels mit Robbenfellen.
Die Mitgliedstaaten verlangen ein EU-weites Verbot, weil dies wirkungsvoller als nationale Regelungen sei. Allerdings wollen zahlreiche Länder nicht, dass es Ausnahmen etwa für den Handel mit Fellen von Tieren gibt, die zur Fleischproduktion gehalten werden.
Quelle: http://www.baz.ch/news/index.cfm?ObjectID=6F6C071A-1422-0CEF-70D86F5E3121C5E0




