Chinesische Tierschützer haben den Vorschlag der EU für ein Handelsverbot mit Katzen- und Hundefellen begrüßt. Dies werde den Druck auf die chinesische Regierung erhöhen, strengere
Tierschutzgesetze zu erlassen, erklärte der Kleintier-Schutzverband am Dienstag in Peking. In China werden Schätzungen zufolge jedes Jahr 5.400 Katzen und Hunde wegen ihres Fells getötet.

Der EU-Vorschlag sei ein Signal an die Regierung in Peking, das diese nicht ignorieren könne, sagte Zhang Dan, stellvertretende Vorsitzende des Kleintier-Schutzverbands. In vielen chinesischen Zuchtfarmen würden Katzen bei lebendigem Leibe gehäutet oder in kochendes Wasser geworfen. Zwar sei das Bewusstsein für den Tierschutz in den vergangenen Jahren gestiegen, da immer mehr Chinesen Haustiere besäßen, sagte Zhang. Was konkrete Gesetze angehe, habe das Land jedoch noch großen Nachholbedarf.

Die chinesische Regierung wies die Darstellung zurück. «Die Folter und brutale Tötung von Katzen und Hunden ist keineswegs ein allgemeines Phänomen in China», sagte eine Sprecherin des Außenministeriums, Jiang Yu. Vielmehr nehme die Regierung den Tierschutz seit einigen Jahren immer ernster.

Nach Schätzung von Tierschützern werden weltweit jährlich etwa zwei Millionen Katzen und Hunde wegen ihres Fells getötet, die meisten davon in Asien. Die EU-Kommission hatte am Montag einen Entwurf für eine Verordnung vorgelegt, die Herstellung, Vermarktung sowie Ein- und Ausfuhr solcher Felle untersagt.

http://www.n24.de/ticker/vermischtes/article.php?articleId=84241

21.11.06

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