Berlin/München, 14.10.2011. Kaum ein Tierhalter bleibt dauerhaft verschont: Unvermittelt sondert der geliebte Vierbeiner seltsame Geräusche ab und schon würgt er eine schaumig, meist gelbliche Lache auf den Lieblingsteppich. Was nun? Sofort zum Tierarzt hasten oder ist alles nur halb so schlimm?
„Die Ursachen für Erbrechen beim Tier sind mannigfaltig“, erklärt Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V.. „Sie reichen von einer harmlosen Magen-Darm-Entzündung durch Bakterien bis hin zu einer lebensbedrohlichen Verstopfung durch einen Fremdkörper“, erläutert die Veterinärin.
Erbricht ein Tier, sollte der Tierbesitzer in erster Instanz mit Futterentzug reagieren. Auch Leckerli und erst recht fettreiche Wurstzipfel sind nun vorerst tabu. Dies dient dazu, der angegriffenen Schleimhaut Gelegenheit zu geben, sich zu regenerieren. Trinken darf der Vierbeiner weiterhin. Nach etwa zwölf Stunden kann dem Patienten Reis mit Hüttenkäse oder auch Huhn angeboten werden. Die leichtverdauliche Nahrung schont den Magen-Darm-Trakt, so dass er sich bis zur Gesundung erholt. Nach weiteren 24 Stunden darf der Besitzer wieder auf die gewohnte Kost umstellen. Erbricht das Tier jedoch trotz Schonkost abermals, muss der Halter spätestens jetzt einen Tierarzt aufsuchen.
„Diese Vorgehensweise darf man nur bei Tieren anwenden, die ansonsten ein ungestörtes Allgemeinbefinden an den Tag legen. Zeigen die Tiere aber deutliches Schmerzempfinden oder wirken apathisch, ist es besser, sie sicherheitshalber gleich einem Tierarzt vorzustellen“, führt Frau Dr. Hölscher aus. „Denn einige Krankheitsbilder wie zum Beispiel eine Magendrehung erfordern ein frühzeitiges Eingreifen, um Schlimmeres zu verhindern“, warnt sie abschließend.
aktion tier – menschen für tiere e.V. ist deutschlandweit eine der mitgliederstärksten Tierschutzorganisationen. Der Verein hat sich zur Aufgabe gemacht, die Bevölkerung durch Kampagnen und Informationsveranstaltungen auf Missstände im Tierschutz aufmerksam zu machen und Lösungen aufzuzeigen, wie diesen nachhaltig begegnet werden kann.
Weitere Informationen bei:
Dr. med. vet. Tina Hölscher, Veterinärin bei aktion tier, Tel.: 0177-2451198 (tierarzt@aktiontier.org).
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November 23rd, 2011 at 06:48
Liebes Tierheim Kronach,
seit Längerem lese ich auf eurer Website mit, da ich vonm Engagement eurer Einrichtung und von der Website an sich begeistert bin.
Was mich heute schwer enttäuscht, ist, dass dieser Beitrag, noch dazu von einer Tierärztin unterstützt, das Problem sehr oberflächlich behandelt und das gesamte Thema dadurch fachlich falsch “an den Mann” gebracht wird. Aber leider ist es in Fachkreisen (Caniden) ja allgemein bekannt, dass das Fachwissen der Tier meisten Tierärzte in Sachen Ernährungsphysiologie von Caniden so gut wie nicht verhanden ist. Und so werden hier weiter lustig munter Mythen und Märchen verbreitet, die den Hunden nicht gut tun, aber dafür den Bankkonten der Tierärzte.
Als Tierheim mit einem derart hohen Anspruch, wie er aus ihrer Website scheint, solltet ihr euch dem Thema naturnaher Ernährung von Caniden stärker widmen, denn Tierschutz fängt im Futternapf an!