Erneut ist die Türkei wegen der grausamen Tötung von Hunden und Katzen in die Schlagzeilen geraten; diesmal davon betroffen sind die Tiere im Großraum Antalya. Auslöser für die Massentötung ist nach Angaben der türkischen Behörden ein vermeintlich an Tollwut erkrankter Hund, der im Bezirk Gündogdu ein Kind gebissen haben soll. Sowohl PETA Deutschland e.V. als auch die seit 1924 in der Türkei agierende Tierschutzorganisation THKD vermuten allerdings, dass dieser Vorfall – wieder einmal – erfunden worden ist, um sich somit zu Beginn der anstehenden Urlaubssaison der heimatlosen Tiere auf billige und äußerst grausame Art zu entledigen. Dabei machen die türkischen Behörden selbst vor geimpften Hunden nicht halt, die beschlagnahmt werden und noch vor den Augen ihrer Halter erschossen oder aber betäubt auf Lkws geladen und zu Massengräbern transportiert werden.
Nach Angaben von Sevda Kirac, Vorsitzenden der THKD und Leiterin des größten Tierheims in Antalya, hat man Massengräber gefunden in denen mehrere Tausend Hunde – teils lebendig – verscharrt worden sind; viele von ihnen waren eindeutig als geimpft gekennzeichnet. Ebenfalls wurde ein mit Hundeleichen beladener Transporter entdeckt, in dem man noch lebende oder sich im Todeskampf befindende Hunde entdeckte.
Obwohl im Falle einer – zu beweisenden – Tollwutepidemie bestimmte Maßnahmen getroffen werden müssen, wurden in Antalya weder Quarantänegebiete ausgewiesen, noch Impfmaßnahmen für heimatlose Tiere getätigt oder gar vorangetrieben, noch die Bevölkerung informiert. Ganz im Gegenteil: Bis zur Entdeckung der Massengräber durch türkische Tierschützer hatten die Behörden die Bevölkerung und die Weltöffentlichkeit belogen und die grausamen Tötungsaktionen bestritten.
Bereits seit Jahren kämpft PETA Deutschland e.V. für die Tiere in der Türkei und setzt sich vehement für die Einhaltung des 2004 erlassenen, jedoch seither fast ausnahmslos gebrochenen, Tierschutzgesetzes ein, zuletzt mit einer im Mai stattgefundenen Demonstration vor der türkischen Botschaft in Berlin.
PETA Deutschland fordert die türkischen Behörden zu einem humanen Umgang mit Tieren auf und das Neuter & Release Programm, für welches sich auch die WHO (Weltgesundheitsorganisation) ausspricht, konsequent umzusetzen. Nur das gezielte Einfangen der heimatlosen Tiere, medizinische Versorgen, Impfen, Kastrieren und wieder Freisetzen ins gewohnte Revier wird die – zweifelsohne vorhandene – Überpopulation von Hunden und Katzen, aber auch die Möglichkeit einer Tollwutepidemie, nachhaltig verringern. PETA Deutschland e.V., aber auch die über 20 Millionen Urlauber, die jährlich die Türkei bereisen, fordern die türkischen Behörden auf, ethische Maßstäbe im Tierschutz zu setzen und die jährlich vor der Urlaubssaison wiederkehrenden und fast überall stattfindenden Massenschlachtungen von Hunden und Katzen sofort zu stoppen!
Was Sie tun können:
Schreiben Sie an die türkischen Behörden und stoppen Sie das Massaker!
Adressen und einen Musterbrief finden Sie unter:
http://action.peta.de:80/ea-campaign/clientcampaign.do?ea.client.id=44&ea.campaign.id=880






