Bonn, den 11.04.2007. Vor einigen Jahren ließen BSE und MKS die Verbraucher aufschrecken. Heute sind es die Vogelgrippe sowie Ekel- und Gammelfleisch-Skandale. Diese haben BSE und MKS vielleicht aus dem Gesprächsalltag verdrängt, vom Tisch (im wahrsten Sinne des Wortes) sind diese Krankheiten jedoch keineswegs. Erst im Dezember 2006 wurde der 142. bayrische BSE-Fall offiziell bestätigt. Bundesweit wurde bereits die 400er Marke überschritten. Die Zahl der nicht erkannten BSE-Fälle dürfte noch weit höher liegen, denn die meisten Tiere werden geschlachtet, bevor der Erreger überhaupt nachweisbar ist. MKS wütet derzeit in großen Teilen der Welt. Allein im Januar und Februar 2007 wurden Fälle in Jordanien, Ecuador, Bolivien, Hongkong, China, Israel, den palästinensischen Autonomiegebieten, in Vietnam und in der Türkei amtlich bestätigt. Die Medien schweigen sich darüber aus. Sie sind es müde geworden – denn solche Skandale sind an der Tagesordnung.
Es grenzt an ein Wunder, dass in Deutschland noch keine MKS-Fälle amtlich bestätigt wurden, die Tierärztliche Hochschule Hannover spricht von einer „ständigen Bedrohung“. In Deutschland bestehe „jederzeit das Risiko eines MKS-Ausbruchs“. Die Folgen wären fatal. Dennoch versuchen Agrar-Lobbyisten auch weiterhin, Fleisch nicht nur als gesund, sondern als notwendig und nahrhaft zu verkaufen. „Fleisch ist ein Stück Lebenskraft“, heißt es, doch angesichts der Skandale ums Fleisch müsste es doch eher heißen „Fleisch nimmt die Lebenskraft“.
Doch woher kommen die Krankheiten und Erreger? Nach Recherchen des Deutschen Tierschutzbüros ist dies u.a. auf die Extrembedingungen in der Massentierhaltung zurückzuführen. „Die riesigen Mastställe sind perfekte Brutstätte für Krankheiten und Seuchen. Damit die Tiere die Tortur der Mast überhaupt überstehen, werden ihnen tonnenweise Antibiotika und Hormone verabreicht“, so Thomas Wegteck vom Deutschen Tierschutzbüro.
Mitarbeiter des Deutschen Tierschutzbüros haben sich in Deutschlands Tierställen umgeschaut und dokumentiert, unter welchen katastrophalen hygienischen Zuständen in Deutschland „Nutztiere“ gehalten werden. Die Ergebnisse der Recherchen können in der Videodokumentation „Hinter den Kulissen – so entsteht Billig-Fleisch“ sowie in der gleichnamigen Fotodokumentation eingesehen werden. Beide Dokumentationen sind über die Website www.tierschutz-videos.de bzw. unter Tel.: 0228-2999967 zu beziehen.
Weitere Information bei:
Thomas Wegteck, Pressesprecher, Tel.: 0228-2999967 (info@tierschutzbilder.de).
Deutsches Tierschutzbüro
Postfach 18 19
53828 Troisdorf
Tel.: 0228-2999967
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