Liebe Delfinfreunde und Tierschutzkollegen;

Nachdem die Bundesfraktion DIE LINKE, die Tierschutzpartei und in Kürze auch Bündnis90/Die GRÜNEN unsere Forderung nach einem ausnahmslosen Importverbot für Wale & Delfine nach Deutschland unterstützen, bekannte sich nun die FDP als 1. Partei dagegen! Hauptsächlich aus dem Grund, dass man dann an Delfinen in Deutschland nicht mehr forschen könnte! Das ist echt skandalös und untergräbt die internationale Glaubwürdigkeit Deutschlands in Sachen weltweitem Delfin- und Walschutz! Infos, Briefwechsel und Protest-Adressen dazu untenstehend. Die SPD und die CSU möchten sich in dieser Angelegenheit noch beraten und stimmen sich ab. Ergebnis noch offen.

Am 9. Mai veranstalten wir eine Kundgebung in Berlin. Bitte kommt, wenn ihr es euch zeitlich einrichten könnt, sehr zahlreich. Der Ex-Trainer von „Flipper“, Richard O`Barry, kommt ebenfalls zu dieser wichtigen Veranstaltung! Ich hoffe, ihr auch! Infos dazu folgend.

Sehr dankbar und erfreut bin ich darüber, dass annähernd 200 Tierschutz-Initiativen, Vereine und Organisationen und auch viele Privatpersonen diese Aktion unterstützen.

Mit solidarischen Grüßen

Andreas Morlok
www.walschutzaktionen.de

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Einladung zur Kundgebung am Freitag den 09. Mai 2008 ab 11:30 bis 14.30 Uhr Uhr in Berlin am Brandenburger Tor (Pariser Platz) mit der Bitte um Teilnahme und Weiterleitung

Thema:

Forderung an die Bundesregierung “Ausnahmsloses Importverbot für Wale & Delfine nach Deutschland” und Schließung der Delfinarien durch Wal- und Delfinschützer Andreas Morlok und dem Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) mit seinem Vorsitzenden und Gründer Jürgen Ortmüller und Mitbegründer Richard O’Barry (Ex-TV-Trainer von “Flipper”), die auf der Kundgebung sprechen werden.

Politiker von den Bundestagsparteien, die unser Anliegen unterstützen, werden an der Kundgebung teilnehmen und ebenfalls sprechen. Gerne können Sie auch eigene Redebeiträge anmelden. Auch sind Einzelgespräche zur Information mit den Beteiligten möglich. Die Veranstalter stehen den Medien mit Richard O’Barry, der sich nach 10 Jahren als Delfintrainer und Stuntman für die Fernsehserie “Flipper” seit nunmehr 38 Jahren für den Delfinschutz einsetzt, für Interviews zur Verfügung.

Wir bitten alle Privatpersonen, Tierschützer und -rechtler, Tierschutz-Vereine, Schulklassen, Politiker aller Fraktionen und die Medien um Teilnahme an dieser speziell für Deutschland enorm wichtigen Kundgebung, um ein entsprechendes Gesetzgebungsverfahren zum Schutz der Meeressäuger auf den Weg zu bringen – nur gemeinsam sind wir stark. (In Deutschland wurden bereits fünf der ehemals neun Delfinarien auf Druck von Tierschützern geschlossen. In England konnten alle 30 Delfinarien geschlossen werden. Delfin-Shows werden in Deutschland noch im Nürnberger Tiergarten (34 tote Delfine seit 1971 – sieben tote Delfinbabys in den letzten 7 Jahren), im Allwetter-Zoo Münster im RWE-Delfinarium Duisburg und im Vergnügungs-Heidepark Soltau durchgeführt.

Delfine sind unbestritten intelligente Meeressäuger, die immer noch in kleinen Betongefängnissen zum Zwecke der gewinnträchtigen Delfinshows gehalten werden. Nur die Änderung und Erweiterung der gesetzlichen Vorschriften kann diesem Millionengeschäft auf Kosten der gequälten Tiere ein Ende setzen. Noch immer erlaubt die Bundesregierung den Import von Walen und Delfinen nach Deutschland für sog. Bildungs- und Forschungszwecke in den Delfinarien (dort werden sie für Shows missbraucht). Gleichzeitig verurteilt die Bundesregierung und die EU den japanischen Walfang zu angeblich wissenschaftlichen Zwecken – ein Widerspruch in sich!

Helfen Sie bitte durch Ihre Anwesenheit auf der Kundgebung mit, dass die Lügen der Bundesregierung und der FDP, die sich ebenfalls für einen Forschungsimport für Delfine ausspricht, ein Ende haben.

Gerne können Sie eigene Transparente, Bilder und Kleidung (auch Trillerpfeifen etc.) zum Thema mitbringen oder uns übermitteln. Jede Hilfe für die mittelfristig vom Aussterben bedrohten Delfine ist wertvoll.

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Pressemitteilung vom 29. April 2008

Jürgen Ortmüller
Vorsitzender WDSF
Wal- und Delfinschutz-Forum
wds-forum@t-online.de
www.wdsf.de

WDSF-Pressekonferenz: Demonstration gegen Delfinimporte der Bundesregierung /

Ex-TV Flipper-Trainer Richard O’Barry in Unna und Berlin

Parteiübergreifend wollte die Bundesregierung im letzten Jahr den „Schutz der Wale sicherstellen“ und hatte, ebenso wie die USA und EU, den japanischen Walfang aus angeblich wissenschaftlichen Gründen scharf verurteilt. Gefordert wurden Schutzgebiete für Wale und Delfine. Tatsächlich ist es in Deutschland aber immer noch erlaubt, Delfine für sog. Bildungs- und Forschungsarbeit in Delfinarien zu importieren. Dort werden die Delfine für mehrere Millionen Euro Eintrittsgelder in Shows vermarktet.

Das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) und der Wal- und Delfinschützer Andreas Morlok nehmen diesen Widerspruch zum Anlass, am 9.5.08 ab 11:30 in Berlin (Brandenburger Tor/Pariser Platz) zu einer Demonstration „Ausnahmsloses Importverbot für Wale & Delfine nach Deutschland aufzurufen“. Rund 200 Tierschutz-Organisationen unterstützen diesen Aufruf (s. Solidaritätsliste www.walschutzaktionen.de).

Dem WDSF liegen Informationen vor, dass in Japan Delfinmanager 14 Delfine für einen Deutschland-Import angefragt haben. Von den ursprünglich neun Delfinarien in Deutschland sind Nürnberg, Duisburg, Münster und Soltau verblieben. Nürnberg hat für die neue 24-Millionen-Euro „Delfin-Lagune“ ebenso wie das geplante Delfinarium auf Rügen einen Importbedarf. Eine Delfin-Show wird auch auf Druck des WDSF in diesem Jahr noch geschlossen.

Der Ex-TV-Trainer von „Flipper“, Richard O’Barry, Mitbegründer des WDSF, wird auf der Kundgebung sprechen und bereits am Donnerstag, den 8. Mai ab 12:00 Uhr auf einer Pressekonferenz im Hotel Excelsior, Hardenbergstr. 14 in Berlin für die Medien zur Verfügung stehen. Am 7. Mai spricht O’Barry vor über 100 Schülern ab 11.15 Uhr in der Aula des Ernst-Barlach-Gymnasium in Unna (Iserlohner Str. 14).

Für die Demonstration haben sich als Redner auch Bundestagsabgeordnete angesagt. Bündnis90/Die Grünen, Die Linke sowie Die Tierschutzpartei sprechen sich für ein ausnahmsloses Importverbot aus. Die FDP befürwortet ausdrücklich den Import von Delfinen zu Forschungszwecken.–

Initiatoren der Aktion „Ausnahmsloses Einfuhrverbot für Wale & Delfine nach Deutschland“ und Ansprechpartner:

1.)

Jürgen Ortmüller

Vorsitzender

Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF)

Möllerstr. 19

58119 Hagen

Tel.: 0049/(0)2334/9190-22

ggf. Steuerberater-Kanzlei: 0049/(0)2334/9190-0

Fax:  0049/(0)2334/9190-19

mobil: 0172/876 2002

e-mail: wds-forum@t-online.de

http://www.wdsf.de

Dolphin Project inc.

In cooperation with

Richard O’Barry

Co-Founder WDSF

Ex-Tv-Trainer of “Flipper”

Marine Mammal Specialist

Earth Island Institute

www.savejapandolphins.org

Board of Advisors:

Captain Paul Watson

Founder and President of Sea Shepherd Conservation Society
Founding Director, Greenpeace Foundation

www.seashepherd.org

Dr. Christian Schulze

Biologe

Privatdozent Ruhr-Universität Bochum
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2.)

Andreas Morlok
Delfin- & Walschutz-Aktivist
Buchautor

Haydnstr. 1
D-78315 Radolfzell

Telefon: 07732 14324

Mobil: 0173 43 585 96
Internet: http://www.walschutzaktionen.de
E-Mail: walfahrt@t-online.de

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FDP – Schreiben vom 28.04.2008

Betreff: Ausnahmsloses Importverbot für Delfine nach Deutschland

Sie hatten um die Beantwortung folgender Frage gebeten: „Bekennt sich die FDP für ein ausnahmsloses Einfuhrverbot für Wale und Delfine in Deutschland?“

Die Frage zielt tatsächlich auf ein Importverbot für Delfine.

Die FDP kann Ihre Forderung nach einem generellen Importverbot für Delfine, das keinerlei Ausnahmen zulässt, aus folgenden Gründen nicht unterstützen:

Wie Sie wissen, ist nach Art. 8 Abs. 1 der EG-Artenschutzverordnung insbesondere der Erwerb von Exemplaren der Arten des Anhangs A zu kommerziellen Zwecken grundsätzlich verboten. In Einzelfällen ist nach Art. 8 Abs. 3 eine Ausnahme möglich.

Nach Art. 4 Abs. 1 c der Verordnung, die in allen Mitgliedstaaten der EU unmittelbar gilt, darf eine Einfuhrgenehmigung für Tiere aus Drittländern nur unter der Bedingung erteilt werden, dass sich die zuständige wissenschaftliche Behörde vergewissert hat, dass „die für ein lebendes Exemplar vorgesehen Unterbringung am Bestimmungsort für dessen
Erhaltung und Pflege angemessen ausgestattet ist“.

Das Bundesamt für Naturschutz hat nach Auskunft der Bundesregierung in den Jahren 1991 und 2000 Einfuhrgenehmigungen für insgesamt sechs Delfine erteilt, von denen vier Exemplare nur vorübergehend in Deutschland waren. Die Einfuhrgenehmigungen wurden für Bildungszwecke und die Forschung bzw. für wissenschaftliche Zwecke erteilt. Die
Bundesregierung ist der Auffassung, dass die tierschutzrechtlichen Vorgaben in Deutschland sowie die Bestimmungen des Art. 4 der EG-Artenschutzverordnung eine Haltung von Cetacea-Arten, d. h. auch von Delfinen, nicht grundsätzlich ausschließen (vgl. BT-Drs. 16/1378).

Insbesondere das gewichtige Grundrecht der Forschungsfreiheit spricht aus Sicht der FDP gegen ein absolutes Importverbot.

Beispielsweise Wissenschaftler der Humboldt-Universität zu Berlin forschen gemeinsam mit der Universität Würzburg in Zusammenarbeit mit dem Tiergarten Nürnberg zur Frage der Wirksamkeit der Delfintherapie für schwerstbehinderte Kinder. Der erste Abschnitt des Projekts begann 1998. Seit 2006 bis 2009 läuft der zweite Projektabschnitt. Der FDP-Bundestagsfraktion ist bewusst, dass die Delfintherapie nicht unumstritten ist. Nach Einschätzung der an dem genannten Projekt beteiligten Forscher sind bei der Behandlung von Kindern mit schweren Behinderungen jedoch Therapieeffekte nachgewiesen.

Mit freundlichen Grüßen

Angelika Brunkhorst

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Antwortschreiben des WDSF an die FDP am 28.04.2008

Sehr verehrte Frau Brunkhorst,

vielen Dank, dass Sie unsere Anfrage vom 18. März d.J. doch noch beantwortet haben. Sie werden sicherlich verstehen, dass wir, und damit spreche ich sicherlich für alle Tierschützer, über Ihre Antwort außerordentlich enttäuscht sind. Dem WDSF sind die nationalen und internationalen Empfehlungen und Grundlagen bezüglich des Imports von Walen und Delfinen innerhalb und außerhalb der EU geläufig. Die Ausnahmen sind ja das Problem. Sie, sehr verehrte Frau Brunkhorst, beziehen sich in Ihrer Antwort in Namen der FDP im Wesentlichen auf die Beantwortung der Bundesregierung bezüglich der Kleinen Anfrage der Fraktion von Bündnis90/Die Grünen (16/1378).

Dementsprechend ist die Bundesregierung der Auffassung, “dass die tierschutzrechtlichen Vorgaben in Deutschland sowie die Bestimmungen des Artikels 4 Abs. 1 der VO (EG) Nr. 337/97 die Haltung von Cetacea-Arten nicht grundsätzlich ausschließen.” Wir können kontemplarisch verstehen, dass die FDP als Fraktion im damaligen gesetzgebenden Verfahren (TSchG) der Ansicht der jetzigen Bundesregierung folgt, weil die FDP-Fraktion selbst an den Grundlagen für die Erlaubnis einer Delfinhaltung mitgewirkt hat. Absolut unverständlich ist aber Ihre heutige Einstellung, zu einem Zeitpunkt zu dem neuere Kenntnisse zur Delfinhaltung vorliegen. Insgesamt 34 Delfine sind alleine in Nürnberg seit 1971 zu Tode gekommen. In 2006 verstarben dort drei neugeborene Delfinbabys und eine Delfinmutter. Zwei Delfinkälber verstarben dort unmittelbar nach der Geburt im Jahr 2007. Seit 1998 hat kein neugeborenes Delfinbaby in Nürnberg überlebt. Dem sind auch keine wesentlichen Zuchterfolge (wie z.B. in Duisburg entgegen zu setzen).

Absolutes Unverständnis haben wir von der jetzt mitgeteilten Ansicht der FDP, dass “das gewichtige Grundrecht der Forschungsfreiheit aus Sicht der FDP gegen ein absolutes Importverbot spricht”. Die von Ihnen angeführten Forschungen der Humboldt-Universität zu Berlin (Prof. Erwin Breitenbach) in Verbindung mit der Universität Würzburg sind in der wissenschaftlichen Fachwelt nicht nur umstritten, sondern werden aus mangelhaften methodischen Gründen abgelehnt und als unglaubwürdig eingestuft. Dabei wird von der Wissenschaft auch aufgrund der Zusammenarbeit mit den in der Forschungsarbeit integrierten Sponsoren der Verdacht einer Auftragsarbeit vermutet. In diesem Zusammenhang verweisen wir auf die Veröffentlichungen von Prof. Erhard Olbrich und auf die beigefügte Rezension von PD med Dr. phil Christian Schulze (Ruhr-Universität-Bochum) sowie auf die Analyse der bisherigen spezifischen Forschungsarbeit der Universität Würzburg durch Dr. Karsten Brensing (WDCS). Selbst die von Ihnen zitierte “Breitenbach-Studie” hat lediglich in der Wahrnehmung der Eltern von behinderten Kindern einen positiven Aspekt aufzuweisen. Ein wissenschaftlicher Therapieerfolg war nicht festzustellen.

Die Bundesregierung hat in der BT 16/6146 eine Unterstützung von Delfintherapiezentren abgelehnt. Darüber hinaus wurde darauf hingewiesen, dass es keinen Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses gibt: “Sozialrechtlich handelt es sich nicht um eine anerkannte Heilmethode. (Anm.: Delfintherapie). Eine Finanzierung durch die GKV kommt deshalb nicht in Betracht…Die Bundesregierung plant nicht, die Teilnahme an einer Delfintherapie finanziell zu bezuschussen. Solche Überlegungen sind auf Seiten der Länder nicht bekannt….Da Delfine im Anhang A der Verordnung (EG) Nr. 337/97 aufgeführt sind, sind Einfuhren für überwiegend kommerzielle Zwecke ausgeschlossen. Delfintherapien sind als überwiegend kommerzielle Nutzung anzusehen….Aus Sicht des Artenschutzes ist es grundsätzlich vorzugswürdig, Therapieformen zu verwenden, die ohne eine Entnahme wild lebender Tiere aus der Natur auskommt.”

Bezüglich des TSchG (§ 13 Abs.3) kommen die Kommentatoren zu dem Ergebnis, dass “wildlebende Tiere solche sind, die in Europa oder anderswo in Freiheit vorkommen, sei es auch auf begrenztem Raum (vgl. L/M § 13 Rn.24). Es kommt nur darauf an, dass das jeweilige Tier einer solchen Art angehört. Nicht erforderlich ist, dass es selbst der Wildnis entnommen wurde. Es kann also auch vom Menschen gezüchtet oder aufgezogen sein.”.

Damit ist der Hinweis der Bundesregierung auch dahingehend zu verstehen, dass Therapieformen zu verwenden seien, die sich nicht auf Delfine (egal ob eine Entnahme wildlebender Tiere aus der Natur stattgefunden hat oder ob eine Nachzucht wildlebender Tiere verwendet wird) beziehen.

Dass sich die Bundesregierung parteiübergreifend für den Wal- (und Delfin-) Schutz international ausspricht (s. Antrag im Plenarsitzungsprotokoll vom 10.5.2007 zu 16/4843 und 16/5284 – mit den Stimmen der FDP-  aber i.S. Delfinschutz bezüglich der Delfinarien im eigenen Land parlamentarisch nichts unternimmt, ist mehr als unglaubwürdig.

§ 13 (3) TSchG ist die Ermächtigungsgrundlage für ein Verbot des Handel und der Ein- und Ausfuhr (zumindest mit Nicht-EU-Ländern) von Wildlebenden Tieren incl. der Delfine.  Diese Ermächtigungsgrundlage muss jedoch noch auf den parlamentarischen Weg zur Verabschiedung gebracht werden, weil diese Verordnung noch nicht ergangen ist. Dies ist die Grundlage für eine Gesetzesergänzung, zu der wir uns auch seitens der FDP erhofft hatten, dass sich Ihre Partei dafür einsetzen würde, was aber ganz offensichtlich aufgrund Ã?hrer Antwort nicht der Fall ist.

Ihre Aussage, sehr verehrte Frau Brunkhorst, ist eindeutig dahingehend zu verstehen, dass die FDP einen Import von Delfinen zu Forschungszwecken befürwortet. Es ist doch allzu offensichtlich, dass die Zoo- und Tiergartenbetreiber den Bildungs- und Forschungsauftrag vorschieben, um mit ihren Delfin-Shows eine Unmenge an Geld zu verdienen (mehr als 1 Million € Einnahmen pro Jahr für ein Delfinarium sind nachgewiesen). Umso mehr bedauern wir die aktuelle Einstellung der FDP, die von anderen Bundestags-Fraktionen nicht geteilt wird. Wir werden darüber in unseren Pressemitteilungen und auf unserer Pressekonferenz zu der Groß-Kundgebung am 9. Mai 2008 in Berlin berichten.

Sollte die FDP ihre Aussage ändern, lassen Sie es uns wissen, denn auch darüber werden wir gerne berichten.

Mit freundlichen Grüßen

Jürgen Ortmüller

Vorsitzender WDSF

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Anmerkung Andreas Morlok:

Die FDP – ich nenne diese Partei mittlerweile schon „Für-Delfinquälerei-Partei“ – torpediert die internationale Glaubwürdigkeit Deutschlands, wenn es um den weltweiten Schutz der Delfine & Wale geht. Es ist skandalös, Forschungsgründe vorzuschieben. Das ähnelt ja schon den unglaubwürdigen Rechtfertigungsgründen der Japaner für ihren jährlichen barbarischen Walfang, den sie ja angeblich auch nur zur Forschung betreiben, obwohl hinlänglich bekannt ist, dass es sich um kommerzielle Interessen handelt.

Jeder 2. Delfin in europäischen Delfinarien ist ein Wildfang! Diese Tiere aus ihren Familienverbänden zu reißen, sie unglaublichen Strapazen auszusetzen und sie dann, als Clowns degradiert, in trostlose Betonbecken zu sperren, um sie nicht nur kommerziell auszubeuten, sondern auch völlig naturfremd erforschen zu wollen, ist ethisch und aus Tierschutzgründen überhaupt nicht vertretbar. Das kann keine Einstellung einer Partei sein, die sich über die Bedeutung des Verlustes von 100 Arten am Tag bewusst ist. Die FDP fördert somit die Ausrottung vom Aussterben bedrohter Tierarten und verhält sich auch völlig verantwortungslos gegenüber zukünftigen Generationen.

Ich persönlich werde niemals der FDP beitreten. Falls ich Mitglied wäre, dann müsste ich nun austreten und zudem werde ich diese Partei auch sicherlich nicht mehr wählen. Ganz Deutschland sollte diese skandalöse tierverachtende Haltung der FDP erfahren. Das werde ich der FDP mitteilen.

Ich möchte euch bitten, schreibt der FDP auch einen Brief und beschwert euch sehr zahlreich. Eventuell überdenkt und revidiert dann die FDP ihre Einstellung.

FDP – Beschwerde-Adressen

Fax: 030 – 28 49 58 22

fdp-point@fdp.de

FDP-Bundestagsfraktion

Fax: 030/227-56778

pressestelle@fdp-bundestag.de

Dr. Guido Westerwelle

Fax : 030/227-76562

guido.westerwelle@bundestag.de

Angelika Brunkhorst, MdB

angelika.brunkhorst@bundestag.de

angelika.brunkhorst@wk.bundestag.de

Fax 030/ 22 77 66 22

Fax 04431/ 93 17 05

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