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Berlin/Stahnsdorf, 02.02.2006. Gestern Abend haben zwei Jugendliche aus Stahnsdorf bei Potsdam durch Zufall einen Hund im Wald entdeckt. Der kleine Pekinesen-Mischling war tief im Wald, fernab von Wegen, mit einer blauen Plastikschnur eng an einem Baum angebunden. Daneben lag ein trockenes Stück Brot. Da der Hund vor Angst bellte, wagten die Jugendlichen nicht, ihn anzufassen und loszubinden. In ihrer Not wählten sie die 110. Doch statt ihnen zu Hilfe zu kommen, wimmelte man sie mit dem Hinweis ab, dass die Polizei für Derartiges nicht zuständig sei und man sich ans Tierheim wenden sollte. Auch bei der Feuerwehr, welche die Jugendlichen als nächstes anriefen, wurden sie abgewiesen.

„Die pfiffigen Jungs haben sich dann an das Deutsche Tierhilfswerk gewandt“, erzählt Ursula Bauer vom DTHW- Berlin, „und wir haben natürlich geholfen“. Das Deutsche Tierhilfswerk hat kurzfristig eine Mitarbeiterin seines brandenburgischen Partnervereins Schützende Hand e.V. informiert, die den ausgesetzten Hund noch am gleichen Abend in ihre Obhut nehmen konnte. Der völlig verdreckte, verfilzte und unter Durchfall leidende Pekinesen-Mix entpuppte sich nach einigem Zureden und etlichen Leckerbissen als lieb und sehr dankbar. Wie ein noch am Abend konsultierter Tierarzt versicherte, hat die schlimme Zeit im eisigen Wald für den kleinen Kerl keine bleibenden gesundheitlichen Folgen.

„Der Hund wurde nicht nur ausgesetzt, sondern von seinen gewissenlosen Besitzern auch zum Tode verurteilt“, sagt Ursula Bauer vom Deutschen Tierhilfswerk. „Hätten sich die Jugendlichen nicht so verantwortungsvoll verhalten, wäre das Tier qualvoll erfroren oder verhungert“, so die Biologin weiter.

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Das Aussetzen von Tieren ist ein schwerer Verstoß gegen § 3 des Tierschutzgesetzes und wird als Ordnungswidrigkeit mit einer Geldbuße bis zu 25.000 € geahndet. Das Deutsche Tierhilfswerk bittet in diesem Zusammenhang um Hinweise, die zur Identifizierung des Hundehalters beitragen können. Der kleine Pekinesenmischling ist männlich und etwa 1,5 Jahre alt. Blaue Plastikschnüre wie die, mit der der Hund am Baum festgebunden war, werden vorrangig in der Landwirtschaft zum Binden von Strohballen verwendet.

Weitere Informationen bei:

Ursula Bauer, Diplom Biologin der DTHW Geschäftsstelle Berlin, Tel: 030/301038-31, Mobil: 0178-4550868 (berlin@tierhilfswerk.de),

Frau Böhme, Mitarbeiterin des Vereins Schützende Hand e. V., Tel.: 03377/201517.

 

 

Deutsches Tierhilfswerk e. V.

Pressestelle

Kaiserdamm 97
14057 Berlin

 

Tel.: 030-301038-33

Fax: 030-301038-34

 

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