München/Brüssel, 26.11.07. Heute beschloss der Agrarrat der Europäischen Union ein Handelsverbotverbot für Hunde- und Katzenfelle. Die EU-Landwirtschaftsminister einigten sich darauf, dass ab 1.Januar 2009 keine Katzen- und Hundefelle mehr weder aus der EU ausgeführt, noch eingeführt werden dürfen. Ferner wird auch der Verkauf von Kleidungsstücken mit Hunde- und/oder Katzenfellbesatz, modischen Accessoires oder Spielzeug, das mit derartigen Fellen überzogen ist, untersagt.

Vor allem in China erleiden Tausende von Katzen und Hunden einen qualvollen Tod für die Fellgewinnung. Nicht selten werden die Hunde und Katzen dabei lebendig gehäutet. Die Felle werden nach Europa importiert und finden vor allem in der Bundesrepublik reißenden Absatz.

„Bisher war es dem Konsumenten nicht möglich, Kleidungsstücke, die mit Katzen- und Hundefellen bestückt sind, als solche zu erkennen, da es keine Kennzeichnungspflicht gibt. Es werden Fantasienamen verwendet, um eventuellen Verbraucherwiderstand gleich im Keim zu ersticken“, erläutert Judith Brettmeister von der Geschäftstelle aktion tier e.V. in München. Seit langem fordern deshalb Tierschützer ein Handels- und Importverbot für diese Haustierfelle.

Bereits im Juni, noch unter deutscher Ratspräsidentschaft, hatte sich die EU-Kommission und das Europäische Parlament auf ein Einfuhrverbot geeinigt. Nun muss noch das Europäische Parlament im Dezember den Agrarratsbeschluss bestätigen.

Die Tierschutzorganisation aktion tier – menschen für tiere e.V. ist mit 210.000 Mitgliedern und 200 Kooperationspartnern eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.

Weitere Informationen bei:
Judith Brettmeister, aktion tier-Geschäftsstelle München, Tel.: 089 75 969 252 (Judith.Brettmeister@aktiontier.org)

aktion tier – menschen für tiere e.V.

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