Das Deutsche Tierhilfswerk e.V. erinnert: Besonders im Alter ist Krallenpflege wichtig!
München/Berlin, 06.05.2005. Krallen wachsen lebenslang. In gleichem Maße werden sie bei artgerecht gehaltenen, gesunden Tieren abgenutzt. Wenn ein Tier jedoch in seiner Bewegung z.B. durch Arthrosen oder enge Käfighaltung eingeschränkt ist, wird das Horn nicht abgeraspelt. Dies kann dazu führen, dass sich die Kralle einrollt und in das Fleisch des Ballens einwächst.
Meist hört man aber schon vorher ein klackendes Geräusch beim Auffußen der Pfote. Spätestens dann ist es an der Zeit, die Krallen zu kürzen. Frau Dr. Tina Kugler, Tierärztin beim Deutschen Tierhilfswerk erklärt wie: „Wichtig ist, dass das Instrument mit dem die Krallen gekürzt werden, sehr scharf ist, ansonsten splittert das Horn beim Schneiden. Es darf nicht ins Leben geschnitten werden, dort verlaufen Nerven. Dies erkennt man am rosa durchschimmernden Zehenendglied. Wird zu weit oben abgetrennt, tut es dem Tier richtig weh. Bei durchsichtigen Krallen ist gut erkennbar, wie weit gekürzt werden darf. Bei schwarz pigmentiertem Horn ist es wesentlich schwieriger zu erahnen, wo die Grenze ist. Wer sich nicht sicher ist, sollte das Kürzen besser dem Tierarzt überlassen.“
Kaninchen und Meerschweinchen werden besonders häufig mit überlangen Krallen in den Tierheimen des Deutschen Tierhilfswerks abgegeben. Speziell bei diesen Tierarten müssen die Halter besonders wachsam sein.
Das Deutsche Tierhilfswerk ist mit 210.000 Mitgliedern und 200 Kooperationspartnern eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.
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Dr. med. vet. Tina Kugler, DTHW – Geschäftsstelle München, Tel.: 089-35752-203,
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