aktion tier warnt: Bau von Tiermastställen nimmt rapide zu
Berlin/Schwerin, 09.01.2008. Am kommenden Sonntag strahlt die ARD die Krimireihe „Polizeiruf 110“ aus. Diesmal ermitteln die Polizeibeamten in Schwerin im Umfeld eines Großinvestors aus den Niederlanden, der in einer von Arbeitslosigkeit geprägten Region Jobs durch den Bau einer Schweinemastanlage verspricht. „Dieses fiktive Szenarium ist in einigen ostdeutschen Landkreisen tatsächlich Realität, der Bau von Großmastbetrieben mit holländischen Investoren nahm in den letzten Jahren rapide zu“, so Jan Pfeifer von aktion tier e.V..
Niederländische Investoren kommen mit riesigen EU-Subventionen im Gepäck nach Deutschland. Dabei suchen die Investoren offensichtlich absichtlich Standorte, wo eine hohe Arbeitslosigkeit vorhanden ist. Mit dem Versprechen von Jobs versuchen die Investoren, Einwände der Bevölkerung gegen mögliche Umweltschäden und Verletzungen von Tierschutzstandards zu unterbinden; so entstehen in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt Mega-Schweinefabriken, teilweise mit mehr als 80.000 Schweinen pro Betrieb.
Bauboom bei Großmastanlagen: Laut einer Umfrage liegen den Kreisverwaltungen bundesweit mehr als 1.000 Anträge für den Neubau oder die Erweiterung von Großmastanlagen vor, die sich zum größten Teil auf Stallungen für Schweine, Puten und Hähnchen beziehen.
Die Tierschutzorganisation aktion tier – menschen für tiere e.V. ist mit 210.000 Mitgliedern und 200 Kooperationspartnern eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.
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Jan Pfeifer, aktion tier e.V., Tel.: 02241-9446246 (Info@aktiontier-pressestelle.org).
aktion tier – menschen für tiere e.V.
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