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Fellbesatz an Jacken, Stiefeln, Mützen ist diesen Winter \”in\”. Die meisten Felle kommen aus China, wo jedes Jahr rund zwei Millionen Hunde und Katzen dafür umgebracht werden – auf eine Art, dass sich europäischen Beobachtern der Magen umdreht…\”Das ist barbarisch, entsetzlich. Dies ist wie etwas aus dem finstersten Mittelalter\”, wird Paul McCartney zitiert, nachdem er heimlich aufgenommene Videos von PETA über die Behandlung von Katzen und Hunden in China gesehen hatte. Da werden u.a. 20 Katzen oder Hunde in winzige Drahtkäfige gequetscht, die Käfige auf offenen LKWs gestapelt und tagelang so transportiert. Beim Abladen werden die Käfige einfach vom LKW hinuntergeworfen, wobei sich die Tiere schwer verletzen. Katzen werden nicht selten dadurch getötet, dass sie lebend in kochendes Wasser geworfen werden. Während Paul McCartney zum Boykott Chinas aufrief, bis diese Grausamkeiten abgestellt sind, machen Vertreter Chinas die europäischen Konsumenten dafür verantwortlich, weil sie die Felle kaufen. Tierschützer in Deutschland kämpfen für eine Kennzeichnungspflicht und ein Importverbot für Katzen- und Hundefelle.

Denn: Auch wenn die Pelzmodeindustrie im Winter alljährlich ihre PR-Maschinerie anwirft, um die Zustände schönzureden: An den grausamen Methoden der Jagd und Haltung von Pelztieren hat sich nichts geändert. Pelzmode bleibt Qualmode.

Aber: Jeder Einzelne kann etwas dazu beitragen, die Situation der Wildtiere, die ihres schönen Felles wegen leiden und sterben müssen, zu verbessern. Proteste und Verbraucherboykott haben vielerorts in Europa bereits zum Rückgang der Pelztierzucht oder gar zu deren Verbot geführt.

Der Handel reagiert

Europas größter Warenhaus- und Versandhandelskonzern, KarstadtQuelle, hat dem Deutschen Tierschutzbund schon vor Jahren mitgeteilt, dass er keine Pelzmäntel und -jacken und keine Artikel, die Applikaturen aus echtem Pelz haben, mehr vertreiben werde. Die Karstadt-Warenhäuser, die konzerneigenen Fachgeschäfte Sinn-Lefers und Wehmeyer, aber auch die Versandhäuser Quelle und Neckermann verkauften in der darauf folgenden Wintersaison nur noch ihre Restbestände. Der Konzern beruft sich dabei auf seine gesellschaftliche Verantwortung, die auch den Tierschutzgedanken umfasse, und auf eine Kundenbefragung. Hier zeigt sich: Die Verbraucher haben die Macht.

So können Sie den Tieren helfen:

Jeder, der ein Pelzprodukt erwirbt, hat Blut an den Händen und macht sich mitschuldig am millionenfachen Leid der Tiere – egal ob Mann oder Frau. Dies gilt auch, wenn es sich “nur” um eine Mütze, um einen kleinen Besatz am Stiefel oder um einen Mantelkragen handelt. Daher:

Finger weg vom Pelz!!!

Unterstützen Sie unsere Unterschriftenaktion! Sie finden Sie auf der Homepage: www.tierschutzbund.de.

Hier finden Sie auch eine Liste der Tarnbezeichnungen, unter denen Pelzprodukte im Handel angeboten werden.

Quelle: http://www.tierschutzbund.de/00253.html

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