Berlin/München, 14.12.2010. Die Vorweihnachtszeit ist die süßeste Zeit des Jahres. Leckereien – häufig in Schokoladenform – finden sich an allen Ecken und Enden. Daher müssen Hundehalter aufpassen: Schokoladenprodukte können ihr Tier das Leben kosten.

„Kakao enthält den Wirkstoff Theobromin. Dieser führt bei Hunden schon in geringen Dosen zu Erbrechen, Krämpfen und Durchfall“, warnt Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von aktion tier e.V., vor der süßen Verführung. Je dunkler die Schokolade, je höher ist der Kakaoanteil. Daher sind Zartbittersorten besonders gefährlich für Hunde. Schon der Genuss einer Tafel Schokolade kann für einen kleineren Hund tödlich enden.

„Etwa 1-2 Stunden nach der Aufnahme von theobrominhaltigen Nahrungsmitteln treten die ersten Symptome auf. Neben Irritationen des Magen-Darm-Traktes kann es zu erhöhter Atemfrequenz, Unruhe und vermehrtem Urinabsatz kommen“, berichtet die Tierärztin von den möglichen Krankheitsanzeichen. Je nach verzehrter Menge kann dies schließlich in Atemnot und Herzstillstand enden.

Entdeckt der Besitzer den Schokoladenkonsum frühzeitig, kann der Tierarzt beim Hund durch eine Spritze Erbrechen auslösen und der Hundekörper wird damit vom Gift befreit. Etwa eine Stunde nach dem Verzehr kann nur noch symptomatisch therapiert werden.

„Vor allem wenn der eigene Vierbeiner zum Stibitzen neigt, sollten Hundehalter Schokoladenvorräte gut unter Verschluss halten“, rät die Veterinärin.

Die Tierschutzorganisation aktion tier – menschen für tiere e.V. ist eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.

Weitere Informationen bei:
Dr. med. vet. Tina Hölscher, Veterinärin bei aktion tier, Tel.: 0177-2451198 (tierarzt@aktiontier.org).

aktion tier – menschen für tiere e.V.

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