Berlin/München, 26.03.2008. …oder warum Katzen so richtige Hitzköpfe sind. Kundige Tierbesitzer legen gerne selbst Hand an – so auch im Krankheitsfall beim geliebten Haustier. Ist das Tier matt, wird das Fieberthermometer gezückt, um die Verdachtsdiagnose „Infekt“ zu bestätigen. Grundsätzlich ist dagegen nichts einzuwenden. Doch gilt es dabei, einige grundlegende Dinge zu beachten.

„Der Tierhalter muss wissen, dass die Normaltemperatur bei unseren Haustieren deutlich über der des Menschen liegt“, warnt Frau Dr. Hölscher, Tierärztin der aktion tier e.V., vor Fehldiagnosen. So sind Messwerte bis 39,3°C bei Katzen normal. Hunde dürfen zwischen 38,0°C und 39,0°C Temperatur aufweisen ohne krank zu sein. Auch Pferde und Ponys haben im gesunden Zustand eine Körpertemperatur bis 38,3 °C.

„Das Tier muss beim Messen gut fixiert sein. Es darf zu keinen Abwehrbewegungen kommen“, beschreibt Frau Dr. Hölscher die richtige Vorgehensweise. „Es kommt sonst zu Verletzungen im Bereich des Rektums. Hier heilen Läsionen wegen des naturgemäß hohen Keimgehaltes sehr schlecht ab.“ Der Tierhalter sollte weiterhin darauf achten, dass das Thermometer gut gefettet ist. Hierfür eignet sich zum Beispiel Vaseline. So präpariert lässt sich das Thermometer besser einführen. Elektrischen Geräten ist gegenüber Quarzthermometern der Vorzug zu geben. Sie sind bruchsicher und piepsen nach Ablauf der Messzeit. Je nach Größe des Tieres liegt die optimale Einschubtiefe bei 2 cm bis 6 cm. Bei Pferden muss das Messinstrument gut festgehalten werden, sonst kann es sein, dass das Thermometer durch Bewegung des Schließmuskels in die Tiefe gesogen wird!

Wenn tatsächlich eine erhöhte Temperatur zu verzeichnen ist, ist spätestens jetzt die Konsultation eines Tierarztes unerlässlich. Fiebersenkende Mittel, Antibiotika und Schmerzmittel aus der eigenen Apotheke dürfen beim Tier nicht angewendet werden.

Die Tierschutzorganisation aktion tier – menschen für tiere e.V. ist mit 210.000 Mitgliedern und 200 Kooperationspartnern eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.

Weitere Informationen bei:
Dr. med. vet. Tina Hölscher, Veterinärin bei aktion tier, Tel.: 0177-2451198 (tierarzt@aktiontier.org).

aktion tier – menschen für tiere e.V.

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