Allerhöchste Vorsicht ist bei Walnuss- (Juglans regia) und Schwarznussbäumen (Juglans nigra) geboten!
Die Fruchtschalen der beiden Bäume können von einem toxinbildenen Pilz befallen sein. Dieser Pilz (Penicillium crustosum) mit dem Wirkstoff Roquefortin C (vergleichbar mit Strychnin) kann bei der Einnahme der Fruchtschale – bedingt durch seine stark neurotoxische Wirkung – bei Hunden zum Tod führen!
Die Symptome sind: Erbrechen, epileptiforme Anfälle, Zittern und tonisch-klonische Krämpfe (Versteifung der Gliedmassen und anschliessend symmetrische Zuckungen).
Leider gibt es nur sehr spärlich Literatur zu diesem Thema. Für Interessierte hilft die Website http://www.pubmed.gov/ (englisch) ein klein wenig weiter. Mit dem Suchterm “tremorgenic in dogs” erscheinen sieben Artikel.
Wir trauern um zwei unserer Schlittenhunde, welche am letzten Wochenende mit Fruchtschalen eines befallenen Walnussbaumes gespielt haben. Für die Beiden kam jede Rettung zu spät. Leider ist dieser Pilzbefall äusserlich nicht sichtbar.”
Quelle:
http://www.siberian-husky-schweiz.ch/includes/walnuss.pdf





Dezember 4th, 2008 at 23:51
Hallo,
jetzt weiß ich endlich, was der Auslöser für die Anfälle meiner Hündin war…
Sie ist bereits 15 Jahre alt, etwa 65 cm groß und 30 kg schwer. Im September bekam sie plötzlich epilepsieartige Anfälle mit allen oben beschriebenen Symptomen. Ich hatte schreckliche Angst, daß sie sterben würde. Natürlich war es Wochenende und nachts, so daß hier kein Tierarzt zu erreichen war. Der erste Anfall dauerte ca. 10 min und hat sie sehr erschöpft. Leider folgten noch 3 Anfälle im Abstand von 3- 4 Std., welche aber zunehmend kürzer dauerten, der letzte nur etwa 2 min. Erst am folgenden Nachmittag konnte ich einen Tierarzt erreichen. Dieser tippte auf Epilepsie, verabreichte Diazepam und meinte, ich sollte dann am Folgetag (Montag) meinen Haustierarzt aufsuchen. Wartezeit in der Praxis: 1,5 Std. mit einem völlig panischen Hund, der nicht eine Sekunde stillstehen, geschweige denn liegen oder schlafen konnte. Behandlung: 10 min. Kosten: ca. € 160,–!
Angeblich sollte die Diazepam-Injetion den Hund für ca. 12 Std. ruhig stellen – hat ca. 15 min gewirkt, dann lief sie wieder im Kreis.
Mein Haustierarzt hat dann Beladonna verabreicht und Tropfen mitgegeben. Nach 3 Tagen (!!!) hat meine arme Hündin dann endlich schlafen können…
Es folgten auch keine weiteren Anfälle, inzwischen ist sie wieder topfit und rennt wie eh und jeh mit ihrem Sohnemann durch unseren Garten. Sie hat nur sehr abgenommen und ist recht anlehungsbedürftig seit dem – verständlicherweise.
Jedenfalls sind wir alle heilfroh, daß es glimpflich ausgegangen ist. Auf die Walnüsse bin ich gekommen, weil wir einen Walnußbaum haben, von dessen Ernte ich dieses mal nicht viel gesehen habe – aber ich weiß, daß meine Hündin Unmengen der Nüsse gefressen haben muß – sie steht halt auf Nüsse jeder Art.
Es tut mir sehr, sehr leid um Eure Hunde- aber vielleicht hilft Eure Seite ja, solches in Zukunft zu vermeiden.
Viele liebe Grüße
Anna
Oktober 18th, 2009 at 20:35
Hallo,
was meint ihr mit der Fruchtschale ?
Gruß
Stefan Lange