München, 09.02.2006. Der Winter hat Deutschland fest im Griff. Besonders in Bayern und Sachsen kam es zu starken Schneefällen. In dieser extremen Jahreszeit werden vor allem die Landstraßen mittels Streusalz von Schnee und Glätte freigehalten. Doch Vorsicht ist für alle Autofahrer geboten: Zwar sind die Straßen durch das Salz verkehrstauglich, aber es lockt auch Wildtiere an. Gerne kommen Rehe an den Straßenrand, wo das Streusalz mit Schnee vermischt hingepflügt wurde oder bei Tauwetter dorthin abfließt.

Verantwortungsbewusste Jagdpächter stellen in den Revieren Salzlecksteine auf, um das Wild von der Straße fern zu halten. Solche Salzstellen bleiben das ganze Jahr über bestehen. Die Tiere nehmen das Salz zumeist nicht direkt auf, sondern erst wenn es sich mit Regenwasser vermischt hat und an dem Holz, in dem der Salzstein eingebettet ist, herunter läuft.

Judith Schmalzl vom Deutschen Tierhilfswerk e.V. in München: „Salz ist für Wildtiere deshalb so wichtig, da es Spurenelemente, Vitamine und Mineralstoffe enthält. Vor allem für die Verdauung der Tiere ist die Salzaufnahme von essentieller Bedeutung.“

Fehlen derartige Salzstellen in Wald und Flur sind die gestreuten Straßen wie ein gedeckter Tisch für die Wildtiere. Für die Autofahrer bedeutet dies aber ein erhöhtes Unfallrisiko.

 

 

Das Deutsche Tierhilfswerk ist mit 210.000 Mitgliedern und 200 Kooperationspartnern eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.

 

 

Weitere Informationen bei:
Judith Schmalzl, DTHW-Geschäftsstelle München, Tel.: 089-75969252 (judithschmalzl@tierhilfswerk.de)

 

 

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