Berlin/München, 28.06.2005. Seit dem 01.01.2004 gilt die europäische einheitliche Eierkennzeichnung. Jedes Ei trägt als „Visitenkarte“ einen Stempel. Durch die darauf angegebene Zahlenfolge kann jeder Verbraucher nachvollziehen, woher sein Frühstücksei stammt und unter welchen Verhältnissen das passende Huhn dazu lebt. Der Stempel auf der Schale ist dreiteilig, z.B.: 0 – DE – 654321. Vor allem die erste Ziffer ist für den Tierschutz relevant. Sie steht für die Haltungsform der Legehennen:

0 steht für ökologische Erzeugung,
1 für Freilandhaltung,
2 für Bodenhaltung,
3 für Käfighaltung.

Bis zum 01.07.2005 gab es die Ausnahme, dass Eier, die auf dem Wochenmarkt verkauft wurden, nicht gestempelt sein mussten. „Damit ist es jetzt vorbei – ab sofort müssen auch Eier, die auf dem Wochenmarkt verkauft werden, den EU-einheitlichen Eierstempel tragen“, so Judith Schmalzl vom Deutschen Tierhilfswerk in München.

Das Deutsche Tierhilfswerk hat letztes Jahr nach Einführung des Eier-Stempels einen bundesweiten Eiertest durchgeführt. Das Resultat war erfreulicherweise sehr positiv, nur ca. 2% der über 1.000 untersuchten Eier waren falsch gekennzeichnet. Mit einer speziellen UV-Lampe wurden die Eier auf Gitterspuren untersucht, welche normalerweise nur bei Käfighaltung auftreten. Bei dieser Haltungsform drücken sich die Fallgitter in die noch weiche Eierschale (Kutikula) und verursachen kleine Verletzungen, die unter UV-Licht sichtbar werden.

„Wir werden in den nächsten Monaten verstärkt Wochenmärkte unter die Lupe nehmen, um zu kontrollieren, ob die neue Bestimmung auch umgesetzt wird“, so Judith Schmalzl von der DTHW-Geschäftsstelle in München.

 

Das Deutsche Tierhilfswerk ist mit 210.000 Mitgliedern und 200 Kooperationspartnern eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.

 

Weitere Informationen bei:
Judith Schmalzl, DTHW-Geschäftsstelle München, Tel.: 089-35752-202 (judithschmalzl@tierhilfswerk.de).

 

 

Deutsches Tierhilfswerk e.V.

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