Guten Tag !
Ich habe im Herbst 2003 meine allererste Hündin “Truena” von Ihnen zum mir genommen – sie war damals schon ca. 8 Jahre alt. Als sie Oktober 2007 aufgrund einer Krebserkrankung eingeschläfert werden mußte, hat es keine Woche gedauert, da stand ich bei Ihnen auf der Matte, und habe Radars Leine in die Hand gedrückt bekommen – und wenige Tage später abgeholt – seit dem lebt sie bei mir.
In gewissen Abständen habe ich stets eine kürzere oder längere email geschrieben, und berichtet, wie sich Radar bei uns eingelebt hat – leider auch von ganz erheblichen gesundheitlichen Problemen: die Arme hat so gut wie keine Hüfte mehr, wie ein aufgrund “Arschwackelns” aufgenommenes Röntgenbild ergeben hat. Die Auflösung war damals schon so weit fortgeschritten, daß eine Operation nicht mehr sinnvoll erschien: die Erfolgsaussichten standen in keinem vernünftigen Verhältnis zu den Behinderungen, die man Radar durch eine beidseitige Hüftoperation hätte auferlegen müssen. Sie ist gleichwohl bis heute beschwerdefrei, und bekommt eine Nahrungsergänzung (Canitivon) zur Anregung ihrers Knorpelstoffwechsels. Ausserdem wird sie geschont – “Gewaltmärsche” und laufen neben dem Fahrrad zB finden eben nicht statt. Man merkt auch ihre Tendenz, sich schon bei längeren Spaziergängen nach ca. 2-3 km immer öfters hinzulegen. Nun gut – das ist nicht schlimm, so ein großer Wandersmann bin ich eh nicht.
Aber eine gute Nachricht gibt es auch – Radar war Leishmaniose positiv, und wurde dementsprechend bis Sommer 2008 mit Allupurinol behandelt. Nach einem Bluttest, der dann “negativen” Befund ergab, wurde das Medikament abgesetzt. Weihnachten 2008 wurde erneut ein “Titter” gemessen, der immer noch negativ war, und dann dieser Tage – 1 Jahr nach dem Absetzen – der vorläufig letzte Test – der Wert ist immer noch weiter gesunken, so daß man davon ausgehen kann, daß Radar wenigstens von diesem Übel geheilt ist.
Diesmal habe ich ein Bild angehängt, das vor einigen Tagen an einem kleinen, idyllisch gelegenen Stausee bei Hildburghausen aufgenommen worden ist. Dieser See liegt weit ausserhalb, und ist bei vielen Hundefreunden aus der Region ein “Geheimtip”, weil man dort ohne Probleme auch mit den Hunden baden kann. An den meisten “offiziellen” Badeseen herrscht hier inzwischen Hundeverbot, was ich irgendwo verstehen kann. Hier ist Nacktbaden recht weit verbreitet, und die Gefühle, die ein “nackerter” Nicht-Hundehalter verspüren mag, wenn ein großer Hund mit sommerlich weit geöffnetem Fang in arttypischer Weise seine Nase in Richtung des “Gemächts” bewegt, kann ich nur zu gut nachvollziehen – es haben viel zu viele ihren Hunden bei solchen Gelegenheiten viel zu viele Freiheiten gelassen. Nunja – Radar hat dort vor drei Wochen ihre erste Schwimmstunde absolviert. Wie schon ihre Vorgängerin schwimmt sie sehr gut, aber ungerne. Nun war da noch ein anderes Paar gewesen mit 2 “Wasserratten”, es kam dann noch ein junger Mann hinzu, dessen junger Rüde ebenfalls wasserscheu war – wir sind dann alle zusammen mit den Hunden in den See, und haben die beiden Wasserscheuen am Ufer zurückgelassen, die sich dann aber ein Herz gefasst haben … und so sind wir dann zu viert mit 4 Hunden durch den See geschwommen, bei damals noch strahlendem Sommerwetter – ein sehr schöner Nachmittag war das gewesen: “Mensch und Hund und Natur und so”. Leider hatte ich an diesem Tag keine “Knipse” dabei – aber bei nächsten Mal.
Schöne Grüsse aus Meiningen
von Radar und Herrchen!




