Hallo liebes Tierheim-Team,

hier tippt Maxi und zwischen den Feiertagen hab ich jetzt mal Zeit euch zu sagen, wie gut es mir jetzt geht und danke an euch und den spanischen Kollegen zu sagen.

Ich wollte einfach nur Hund sein. Ein Hund mit Familie , Streicheleinheiten und was sonst noch dazu gehört. Mein erster Besitzer verstand mich leider nicht und irgendwie landetet ich bei Helga (Tierheim Granada). Eine Seele von Mensch mit dem richtigen Herz für all ihre Lieblinge, die sie umsorgt, hegt und pflegt.

Zwei Jahre lang lebte ich unter ihre Obhut . Irgendwie dachte ich – mich will niemand mehr in seiner Familie haben. Vielleicht lag es daran das ich eher zurückhaltend war und mich nicht vordrängelte, wenn Besuch ins Tierheim kam. Vielleicht lag es auch daran, dass ich eher eine sanfte bin und nicht bellend am Zaun stand. Helga machte mir mit ihrem Team immer wieder neuen Mut. Irgendwann landete ich dann im Netz.

Wow – welche Reaktion. Es schien sich jemand für mich zu interessieren. Frauchen meint, das war Liebe auf den ersten Blick. Lange Telefonate wurden geführt, ob ich auch der richtige Hund wäre. Denn ich sollte nicht alleine leben, sondern schon mit etwas älteren Vierbeinern zusammen wohnen. Ist ja für mich kein Problem – ich toleriere fast alles – ich wollte doch nur eine Familie.

So kam es, dass ich dann im schönen Monat Juli ins Flugzeug gepackt wurde und einen Urlaub antrat, der bis heute noch nicht aufgehört hat. Zwischenstop im Tierheim Kronach und dann in die Hände meines neuen Frauchens. Ich danke dem Hundegott dafür, dass es so gute Hände sind.

Völlig verstört kam ich dann an in meinem neuen Heim.

Was mich da erwartete, hätte ich mir allerdings auch nicht träumen lassen. Mich begrüßten freudig ein älterer Neufundländer, eine Labradormischlingsdame (auch schon mit grauer Schnauze) und noch so ein Fellvieh mit vier Pfoten – das sich später als Katze herausstellte. Bis dahin kannte ich ja noch keine Stubentiger. Mit denen kann man auch ganz toll spielen.

Viel Geduld brachte mein Frauchen auf – wenn ich mich mal wieder verängstigt zeigte. Auch waren mir männliche Menschen suspekt und ich hielt da großen Abstand. Diese Ängste hat mir meine neue Familie genommen. Neugierig und zufrieden guck ich jetzt in mein neues Hundeleben.

Ich habe einen eigenen Garten, in dem ich machen kann, was ich will. Ich hab mir mein Sofa erobert und neben Frauchen im Bett iss es doch am schönsten zu schlafen. Ich darf überall mit hin, sei es Weihnachtsmärkte, Fussgängerzonen unsicher machen usw. Und bin ein ganz toller Beifahrer – wie Frauchen behauptet.

Streicheln – schmusen – kraulen stehen täglich auf dem Programm. Frauchen redet schon davon, dass ich einen deutschen Wohlstandsbauch mir angefuttert habe (denn es gibt immer genug zu futtern und immer ein Leckerlie) – aber das ignoriere ich einfach.

Endlich darf ich einfach nur Hund sein – danke.

Liebe Grüße Maxi

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