Liebes Tierheim-Team und liebe Leser,
nun sind schon zehn Monate vergangen, seit wir Lena zu uns geholt haben. Es wird Zeit für einen kurzen Rückblick !
Wir hatten „Lena“ (damals noch „Mamy“) am 22.12.2007 aus dem Tierheim abgeholt und brachten sie vom Kreuzberg in Kronach in die Nähe des Kreuzberges in Berlin.
Das Leben in dieser Großstadt war anfangs eine große Herausforderung für sie. Wir glaubten, ihr damit nicht gut getan zu haben, besonders als sie am 25.12.2007 aufgrund einer kleinen Unaufmerksamkeit von uns, weggelaufen ist. Es war schrecklich! Wir hatten keine Chance sie einzufangen, da sie noch keine Bindung zu uns aufgebaut hatte und auf einen Namen nicht hörte. Wir machten uns große Vorwürfe. Suchaktionen mit Freunden wurden gestartet, Flugblätter verteilt, aber es brachte keinen Erfolg. Am vierten Tag bekamen wir dann den erlösenden Anruf von einer Tierärztin, die uns über den Tasso-Chip ausfindig machen konnte. Ein netter Mensch hatte die verwirrte Lena bereits am Nachmittag des 26.12.2007 gesehen und Gott sei Dank mit Hilfe seines hundeerfahrenen Bruders durch einen beherzten Tritt auf die Leine einfangen können. Ihm gebührt ein großer Dank !!!
Nach diesem unglücklichen Start, hatten wir noch einmal die Chance, „Lena“ kennen zu lernen. Allerdings glaubten wir die erste Zeit, nicht wirklich einen Hund zu haben. Dieser Hunde bellte nicht, spielte nicht, weder mit Mensch noch mit Tier, stellte nichts an und war so schrecklich ängstlich. Selbst auf das Gassi gehen hätte sie liebend gerne verzichten können. Stubenrein war sie bereits nach dem zweiten Tag. Wenn wir dann draußen waren und sich nur etwas bewegte, zuckte sie zusammen und zitterte wie Espenlaub. Dann wollte sie nur weg. Am liebsten in die Wohnung, denn die schien ihr sicher zu sein. Abends, wenn es dunkel war und kaum noch Menschen auf den Straßen waren, dann entspannte sie sich etwas – und wir auch! Manchmal waren wir der Verzweiflung nahe, denn wir konnten uns nicht vorstellen, dass sich Lena in unserer Gegend auf Dauer wohlfühlen kann.
In der folgenden Zeit haben wir aber gelernt GEDULD aufzubringen. Neben der Liebe und Geborgenheit ist die Geduld das, was unheimlich wichtig ist und letztendlich hilft. Die Erwartungshaltung bei einem so verängstigten und teilweise traumatisierten Wesen muss man einfach reduzieren. Und – es hat sich gelohnt.
„Lena“ hat mittlerweile sehr großes Vertrauen in uns. Wir gehen mit ihr im Wald joggen oder auf anderen hundegeeigneten Geländen spazieren und lassen sie frei laufen. Bisher ist sie nicht von Ihrer Schnupperspur abgekommen und legt immer großen Wert darauf, in Sichtweite ihres „Rudels“ zu sein.
Aus diesem so schüchternen Mädel ist eine lebhafte, lebenslustige und mehr selbstbewusste Hündin geworden. Sie schnuppert und läuft für ihr Leben gern (ein Podenco ist eben nicht nur optisch drin!), buddelt wahnsinnig gerne Löcher. Sie bellt bzw. jault auch und spielt unheimlich gern mit anderen Hunden. Es ist ein Genuss und eine große Freude für uns, ihr bei all den Aktivitäten zuzuschauen. Besonders wenn sie über die Felder mit gleichschnellen Hunden jagt. In unseren Auslaufgebieten treffen wir weitere Podencos und Galgos. Für andere Menschen, aber auch für langsamere Hunde ist sie immer wieder eine Attraktion.
Was noch aus der etwas schwierigen Anfangszeit geblieben ist, ist die Angst vor Kindern (je kleiner die Kinder, desto größer die Angst) und den Spiel- und Sportplätzen. Aber ihre Reaktion ist lange nicht mehr so panisch. Wir wissen, dass auch das mit der Zeit besser werden wird.
Wir wissen es sehr zu schätzen, einen so wunderschönen und eleganten Hund zu haben, mit einem so lieben, gutmütigen und dankbaren Wesen. Wir haben uns alle Drei ins Herz geschlossen und kommen prima miteinander aus. Lenas Wesenszüge, ihr sanftes und ruhiges Auftreten macht auch das Miteinander mit anderen Menschen viel einfacher.
Wir möchten uns bei dem Team vom Tierheim Kronach bedanken, dass es uns Lena vermittelt hat. Und Lena würde das auch tun, wenn sie sprechen könnte. Sie sieht sehr glücklich aus !
Sabrina und Christian Auerbach
Siehe auch unter wwwyoutube.com „Bansin 08 Lena rennt“








Oktober 25th, 2008 at 16:42
Hallo,
wir haben seit März 2003 eine Galga espanol. Auch sie war am Anfang sehr ängstlich und scheu. (nach dem Motto: schau mich blos nicht an und laß mich in Ruhe). Sie hatte vor dem kleinsten Hund Angst und lief auch weg. Seit August 2006 sind wir auch im Besitz einer Greyhündin, die von der aufgelösten Rennbahn im Mai aus Barcelona kam. Von da an ging es mit unserer Galga bergauf. Beide zusammen sind ein tolles Team. Wir möchten keinen von beiden mehr missen, obwohl sie manchmal sehr anstrengend sein können. Wir wünschen allen Windhundbesitzern alles Gute und bitte nicht den Mut verlieren, wenn es einmal nicht so klappt wie es sein sollte.