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Hallo! Ich möchte Euch wieder einmal ein paar Neuigkeiten von Knocky schicken, der nun schon fast ein Jahr bei uns lebt. Vor einem Monat sind wir aus Südfrankreich zurückgekehrt, wo ich ein halbes Jahr auf einer Pferdezucht gearbeitet habe. Das halbe Jahr war für uns beide ganz wundervoll und wir haben ein bisschen gebraucht, uns wieder hier in Deutschland einzuleben. Der Hof liegt am Fuß der Cevennen, etwa 1 Stunde von Nimes entfernt. Die Besitzerin, eine Schweizerin, züchtet Quarter und Paint Horses, sowie Australian Cattle Dog, Schweizer Sennenhunde und französische Bulldoggen. Alles in allem kreuchten und fleuchten auf dem Hof also 35 Pferde, 11 Hunde (mit Knocky 12), 5 Katzen und 1 Papagei herum, das ganze verteilt auf 18 ha.

Knocky hat einige Zeit gebraucht, sich an alles zu gewöhnen, er ist ja doch ein ganz schöner Mama-Hund :-) und die vielen anderen Hunde störten ihn. Da aber alle sehr friedlich und lustig waren, dauerte es nicht lange, bis er sich ganz an das Leben im Rudel gewöhnte und jeden Unfug mitmachte. Besonders toll fand er es, bellend voran zu rennen, dann auf die anderen zu warten und denen dann die Drecksarbeit (Postboten/fremde Hunde/fiese Pferde etc.) zu überlassen. Dieser Effekt sowie die Tatsache, dass er ein halbes Jahr eigentlich machen konnte, was er wollte, haben sein Selbstbewusstsein ein fatales Stück befördert, so dass er sich hier auch auf alle anderen Hunde stürzt. Da jetzt aber kein großer schwarzer Sennenhund ihn aus der Patsche befreit, hat er auch schon einige Male was auf die Mütze bekommen und baut seitdem sein Sozialverhalten wieder etwas aus.

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Er ist aber wirklich ein sehr umgänglicher und lustiger Hund und die kleinen Fehler, die er hat, lassen sich sehr gut korrigieren, da er auf Erziehungsversuche (die ich, zurück in Deutschland, wieder aufgenommen habe…) willig reagiert. Zudem ist er super, super klug und lernt also sehr schnell. Sehr inkonsequent bin ich weiterhin bei seinen Plätzen, die er sich weigert auf dem Boden zu suchen. Dementsprechend sind alle Sofas und nachts auch das Bett fest in seiner Hand. Das kommt bei Besuchen meines Freundes dann zu Interessenskonflikten, die Knock so löst, dass er sich nachts vor das belegte Bett stellt und bellt. Ich muss dann immer sehr lachen, mein Freund nicht so… Ich sehe ein, dass ich hier härter durchgreifen muss, aber es ist zu kuschelig.

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Diesen Sommer waren wir mit Knocky drei Wochen auf Korsika, am Meer und in den Bergen und das hat ihm sehr gut gefallen, auch das Campen (der Platz vor dem Zelt war ganz in seiner Hand!). Er schwimmt, nicht mit größter Leidenschaft und schon gar nicht bei Wellen, aber man kann ihn –anders als meine alte Hündin – dazu überreden, ins Wasser zu kommen. Ganz toll war die Zeit in den Bergen, in der wir viel gewandert sind und Knocky leichtfüssig und ausdauernd wie eine Gemse über die Felsen sprang, während wir hinterher keuchten. Alle waren sehr beeindruckt!

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Ich wollte mich noch mal bei Ihnen bedanken, dass Sie mir Knocky anvertraut haben. Abgesehen davon, dass ich ihn von ganzem Herzen liebe, fühle ich mich jetzt auch wieder besser. Ich bin das erste Mal seit dem Tod meiner Hündin wieder ganz komplett und im Reinen mit allem. Und da Knocky von uns allen verwöhnt wird, hoffe ich, dass es ihm auch so geht! :-)

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