
Liebes Team des Tierheims Kronach,
wir wollten uns mal wieder melden und berichten, wie es bei uns läuft. Lorna hat sich super gut eingelebt und auch mit der Mieze versteht sie sich sehr gut, vorrausgesetzt es geht nicht um Schmuseeinheiten. Da versucht sie sich immer wieder dazwischen zu drängen. Aber auf eine so liebe Art und wozu hat der Mensch zwei Hände….. Sie ist mittlerweile richtig aufgeweckt, verschmust und verspielt. Auch habe ich nicht mehr das Gefühl, sie läßt alles nur über sich ergehen, sondern sie nimmt Anteil an allem. Ist neugierig und leider auch seeeehr verfressen…. Paßt man nicht auf, schnappt sie sich auch weggeworfene Schulbrote, die auf der Straße liegen….
Mit dem Pferd klappt es mittlerweile auch ganz gut. Es reicht zwar noch nicht, um einen gemeinsamen Ausritt zu planen, aber das wird mit Sicherheit auch noch kommen. Und das Wetter ist derzeit eh noch nicht so gut dafür geeignet. Aber im Gegensatz zu dem meterweiten Abstand denn sie noch im Dezember hielt, kommt sie mittlerweile sogar in die Box meines Pferdes, wenn ich zum Beispiel die Beine putze oder bandagiere. Immer in meiner Nähe, da sie gemerkt hat, daß ich sie vor dem Pferd beschütze.
Bei unseren langen Spaziergängen hat sie im Anfang ziemlich schlapp gemacht, aber ihre Kondition wird von Woche zu Woche besser. Nur bei der Begegnung mit anderen Hunden reagiert sie immer noch sehr ängstlich und tritt zuweilen auch die Flucht an, soweit die lange Leine es ihr erlaubt. Kommt der Andere ruhig auf sie zu, ist sie neugierig und mitunter auch zum spielen aufgelegt.
Das Hören klappt ebenfalls schon gut. Befehle wie "hier", "sitz", "platz" oder "bleib" sind schon fast perfekt in der Ausführung. Bei unserem letzten Spaziergang am Rhein entlang, habe ich sie sogar im Jagdversuch einer Möwe abrufen können und sie kam zu mir zurück. Für die kurze Zeit finde ich das schon richtig klasse.
Zuhause haben es ihr die PET-Flaschen angetan. Sobald sie eine erwischt, ist diese auch schon im wahrsten Sinne des Wortes "geplättet". Auch habe ich mir schnell abgewöhnt, Sachen rumliegen zu lassen. Ja, ich kann behaupten, Lorna erzieht mich zum feinsten Aufräumen…… (lach)
Auch mit der Stubenreinheit hat es keine Probleme gegeben. Lediglich einmal ist ein kleines Mißgeschick passiert, was aber auch meine Schuld gewesen war. Wenn wir gemeinsam mit dem Auto unterwegs sind, hat sie im Anfang vor lauter Aufregung immer angefangen sich zu übergeben. Vorallem wenn es längere Strecken waren, die wir gefahren sind. Immer nur auf dem Hinweg. Ich weiß nicht genau warum, aber ich habe das Gefühl, daß sie Angst hatte, ich fahre sie weg und nimm sie nicht wieder mit. Jetzt, nachdem wir oftmals unterwegs waren, hat auch dies aufgehört und sie freut sich, mich überallhin zu begleiten. Selbst im Restaurant kann sie mit und ist dort super lieb. ….. und jeder der sie sieht, findet sie süß und lieb und niemand versteht, warum sie so lange im Heim gesessen hat.

Und eins noch zum Schluß: Was so eine richtige Spanierin ist, die kennt keinen Schnee….. Den hat sie in den letzten Wochen richtig lieben gelernt, wären da nur nicht diese niedrigen Temperaturen……. Als sie das erste Mal den Schnee sah, hat sie einen dermaßen verdutzten Gesichtausdruck gehabt, daß sie ich mich vor Lachen nicht mehr habe halten können. Auch verstand sie es nicht, daß man das Zeug nicht kauen konnte, denn kaum im Maul, war es auch schon weg…… Sie bekommt bei Schnee öfter mal ihre dollen 5 Minuten und jagt darin herum, als gäbe es einen Preis dafür…. Hüft und springt und buddelt.
Sie ist ein richtiger Goldschatz, der mich hoffentlich noch lange begleitet.
Wenn ich Lorna so sehe, muß ich Ihnen ein großes Lob für Ihre Arbeit geben!!!! Machen Sie weiter so, denn auch die "ausrangierten" Hunde, haben ein Recht, einen schönen Lebensabend genießen zu dürfen. Ich hoffe, daß Ihnen diese E-mail den Ansporn gibt, Ihre Arbeit weiter zu machen. Denn wie man sieht, es lohnt sich für die Tiere!!!
Wir werden uns mit Sicherheit wieder melden, wenn es neue Bilder von Lorna gibt.
Liebe Grüße aus Wuppertal
Lorna und Eva Giel




