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Liebes Tierheim-Team,

vor kurzem haben wir uns Finja von Euch abholen dürfen. Wir haben das schnuffig-schnurrige Tier gleich in unser Herz geschlossen und sie uns wohl auch. Kaum zu Hause angelangt, meinten wir, sie würde sich sicher gleich verstecken – es gibt hier so viele Möglichkeiten … Aber sie war sehr zutraulich und ist uns von der ersten Minute ganz selbstverständlich um die Beine gestrichen, hat dazu reizendst geschnurrt – als wären wir schon immer ´ihre Leute´ – und gleich ihr neues Domizil in Augenschein genommen.

Wir waren gespannt, wie unsere anderen Tiere sie begrüssen würden. Beide Kater und unser Hund sind zu unserer Erleichterung freundlich auf sie zugegangen. Finja hielt die Kater allerdings erst mal selbstbewusst auf Abstand mittels Fauchen und Drohpfote. Zu Tätlichkeiten ist es indes überhaupt nicht gekommen.

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Am strategisch wichtigsten Platz frass sie gleich neben unserem großen Katz, dem sie beim Fressen gern behilflich gewesen wäre, aber da dieser selbst außerordentlich gern frisst, hatte sie keine Chance. Unser kleinerer Kater war zunächst irritiert von der unbekannten Mieze und durfte seine Mahlzeiten vorübergehend auf dem Küchentisch einnehmen, weil ihm Finja einfach zu aufdringlich war. Die beiden sind sich langsamer näher gekommen und können jetzt sogar – noch nicht ganz locker – nebeneinander speisen. Und unser Hund ist trotz seiner Größe für die Katze offensichtlich keine Bedrohung: er durfte gleich dicht neben ihr liegen und zusehen, wie sie ihre erste Mahlzeit bei uns hinunterschlang.

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Heute waren wir auch beim Tierarzt zum Impfen und Chipen. Es musste ja sein. Nun, das Impfen war recht unproblematisch, aber das Chipen tat sicher weh, war allerdings ganz schnell erledigt. Die nächste Impfung gibts dann erst 2009, und das ist auch gut so.

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Fazit: unser neues Familienmitglied ist nicht nur fressfreudig und unglaublich süß, sondern rundum einfach eine tolle Katzenpersönlichkeit!! Wir freuen uns sehr und bedanken uns, dass wir sie bekommen haben.

Viele Grüße
Familie Eisner

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Aber nun lest selbst: das wundervolle Tier wollte natürlich auch selbst berichten:

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Hallo Ihr lieben Tierheimer,

na, erinnert Ihr Euch noch an mich, die liebe Finja? Ihr habt mich bei Euch beherbergt, bis plötzlich zwei Zweibeiner auftauchten und so freundlich mit mir taten, dass ich mich schon ein bisschen sehr wunderte. Aber dann steckten die mich – ruckzuck – in eine Kiste und stiegen mit mir ein großes fauchendes Tier. Das habe ich auch ganz laut zurück gefaucht. Deshalb hörte das Ungeheuer bald wieder zu fauchen und zu rumpeln auf und war plötzlich ganz still. Wir krochen hurtig aus dem Ungetüm. Und seitdem bin ich eine Prinzessin namens Emma (das ist doch ein schöner Name für eine feine Katze wie mich) und lebe in einem Schloss auf einem schönen Berg! Da staunt Ihr aber …

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Meine Zweibeiner sorgen prima für mich. Nicht nur mit köstlichen Fressalien, sondern sie sprechen und schmusen ganz viel mit mir. Und das auch mit einem kleineren sowie einem ganz großen Kater – beide übrigens von allerfeinstem Landadel. Also, meine neuen Leute – ganz egal, ob sie nun mit zwei oder vier Beinen herumlaufen – sind alle sehr lieb zu mir. Aber manchmal, wenn die Kater heimlich an mir schnuppern oder ich am Fressplatz punkten will, haue ich mit meinen schönen Vorderpfoten noch mal ganz leicht zu. Aber die mögen mich trotzdem.

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Wir Katzenartigen haben hier drei eigene Toiletten, die wir – sozusagen im Rotationsprinzip – gemeinsam aufsuchen. Meine Kollegen gehen bei Tage auch noch draußen ihren Geschäften nach und bringen von dort manchmal sogar Mäuse für alle mit. Ich bleibe viel lieber im Salon. Zwar haben die Zweibeiner gesagt, dass ich, wenn ich mich bald richtig zurecht finde, auch draußen umher spazieren darf, aber ich weiß nicht, ob ich das will – hier drinnen ist es nämlich so katzig-kratzig-gemütlich.

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Uns alle zusammen bewacht ein großer goldener Hund, dessen Schlafstätte ich manchmal besetze, weil da eine so schöne weiche  Decke liegt. Aber ihn stört das nicht (!), er legt sich dann gern neben mich. Ich schlafe aber ebenso gern im Zweibeinerbett, wenn die auch da schlafen – die stört das nämlich auch nicht (!!), und morgens – das stört sie (!!!) – wecken der große Kater und ich sie gemeinsam sehr sehr pünktlich, weil wir sonst zu lange auf unser Frühstück warten müssten …

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Hier gibt es Körbe und Höhlen in allen Räumlichkeiten. Und überhaupt: wir dürfen überall, wo es uns gefällt, sitzen, liegen, schlafen und schnurren! Ist das nicht prima? Ich und der kleine Kater finden die Sauna hoch oben ganz toll. Da sitzen wir manchmal sogar zu dritt unter katzesgleichen, schweigen einträchtig und schauen aus dem Fenster auf unsere Ländereien herab. Nur der goldene Hund muss immer am Boden bleiben und – wenn die Zweibeiner ihn freundlich darum bitten – Sitz und Platz machen. Ich würde das nie tun, nur wenn i c h es will! Aber der goldene Hund macht es gern, weil er dafür Leckerlis bekommt, der Schlawiner. Über mich freuen sie sich auch, z. B. wenn ich schön fresse (was mir gar nicht schwer fällt), Katzenmilch schlecke, wenn ich ihnen um die Beine streiche, sanft schnurre, laut miaue oder maunze, mit ihnen auf dem Sofa faulenze und mich krabbeln lasse (was richtig schön ist), Bücher aus dem Regal räume, um mir dort  einen neuen schönen Sitzplatz einzurichten oder auch, wenn ich gar nichts tue, sondern irgendwo einfach nur so sitze, döse, schnurre, schlafe … – also freuen sie sich unentwegt über mich.

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Und das Essen – das kann ich Euch sagen – ist wirklich lecker, trotzdem muss ich am Fressplatz immer aufdringlich laut und anhaltend miauen, bis (im Service gibt es schließlich noch Reserven …) endlich serviert wird – ich fresse doch so gern!! Ihr braucht Euch also keine Sorgen um mich zu machen, weil ich ein schönes Zuhause bekommen habe, wo es mir immer so gut schmeckt, ich mich prima zurechtfinde und mich alle gern haben und mit mir schmusen, weil ich eben eine ganz feine Katze bin!! Sie meinen sogar, dass ich eine richtige kleine Majestät bin. Jedenfalls wollen die mich doch tatsächlich nie wieder hergeben. Da bin ich aber wirklich froh!

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Und manchmal, wenn ich so schön ruhig auf Frauchens Schreibtisch liege und vor mich hin döse, weil ich mal nicht beachtet werde, denke ich an Euch, die Ihr so nett zu mir und  den anderen Tieren gewesen seid und schließlich für mich ein schönes Zuhause gefunden habt. Also, meine Lieben, passt schön auf Euch und alle Tiere auf, die zu Euch kommen!

Viele dicke Maunz-Miaus

Eure Finja – jetzt Emma Eisner

Und hier noch ein paar Bilder von mir und den ´Meiningen´ (2 liebe Kater und der goldene Hund)

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