Archiv der Kategorie Katzen – Kronach

„Anuschka“, weiblich, kastriert, Hauskatze, geb. 2016, aus einer Pflegestelle bei Kronach

Anuschka sucht ihre Dosenöffner!

Hallo, ich komme aus einer Tötung in Bulgarien, wo meine Kollegen und ich nur in kleinen Käfigen gehalten werden. Nun hatte ich das Glück und konnte in eine Pflegestelle bei Kronach einziehen. Endlich darf ich mich frei bewegen und herumflitzen. Ist das schööön!
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Plädoyer für eine Tierheimkatze

Quo vadis, felidae…?

Nur allzu gerne lebte ich inmitten einer Menschenfamilie und schlich durch mein vertrautes Revier. Ich wurde umsorgt, gekrault, herumgetragen, zuweilen auch mal ungestüm liebkost, jedoch immer gut behandelt. Stets fand sich ein zweibeiniger Mitbewohner, so dass mein Napf regelmäßig befüllt, mein Klo akkurat gereinigt war. Gar manch wildem Spielchen bis zur Ermüdung gab ich mich hin und genoss aufs ausgiebigste an Sonnentagen die wärmenden Strahlen auf der Fensterbank. Wann immer ich ein Zimmer betrat, wurde mir Aufmerksamkeit geschenkt und Streicheleinheiten zuteil. Oftmals war ich selbst Tröster in manch schwerer Stunde und erwärmte durch meine Nähe nicht nur die Herzen meiner Menschen.

Doch dann verdunkelte sich unvermittelt mein bisher so unbeschwertes Katzenleben. Von jetzt auf gleich wurde ich abrupt in eine andere Welt katapultiert. Ein gewaltiger Schreck, ein Fluchtreflex durch einen offenen Türspalt, ein kurzer Moment der Unachtsamkeit und ich fand mich urplötzlich inmitten einer mir unbekannten feindselig wirkenden Welt wieder, die mit all ihren fremden Gerüchen und ohrenbetäubenden Lärm auf mich hereinbrach. Ich spürte instinktiv, dass die zaghaften Rufe nach meiner vertrauten Familie ungehört verhallten. Bestimmt suchten sie mich ebenso verzweifelt wie ich nach ihnen Ausschau hielt. Irgendwie fühlte ich mich wie in einem bösen Traum…
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Gedanken einer alten Katze

Quintus, ca. 10 Jahre   Zeppelin, ca. 6 Jahre

Vita, ca. 5 Jahre

„Da steh ich nun und kann nicht anders…“ als eine in die Jahre gekommene Samtpfote an einem Ort, an dem Raum und Zeit förmlich miteinander verschmelzen. Wo ein fortwährendes Kommen und Gehen herrscht und dessen Atmosphäre angefüllt ist vom beharrlichen Gezänke um die Autorität im beengten Revier und am Futternapf. Dabei hatte ich auch schon bessere Tage gesehen, war ich doch vor langer Zeit im Kreise einer Familie aufgehoben…

Vor einigen Jahren, als ich selbst ein junger Wildfang war, ja da, da fanden mich alle noch so süüüß. Man spielte aufs ausgiebigste mit mir und bedachte mich mit endlosen Streicheleinheiten. Manchmal buhlte man regelrecht um meine Aufmerksamkeit und stritt darum, auf welchem Schoß ich denn nun sitzen durfte (obwohl ich das immer selbst bestimmte, was meine Menschen aber nie merkten #grins#). Doch mit der Zeit fühlte ich mich zunehmend als Störfaktor.
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Gebet eines Katzenkindes

Dschinn, grau getigert Jenna schaut aus Koerbchen 2 Ramazotti, blaugrau

Lieber Gott! Warum nur hast Du uns erschaffen? Wozu sind wir auf der Welt?

Niemand mag uns und niemand will uns haben. Allen sind wir nur ein Dorn im Auge und den ganzen Tag sind wir nur damit beschäftigt, um unser kleines Leben zu kämpfen, so kümmerlich es auch sein mag.

In Scheunen erblicken wir das Licht der Welt, hinter Heuballen, unter Holzstapeln, in Garagen oder finsteren Kellerlöchern. Unsere Eltern sind frei lebende Bauernhofkatzen, die bestenfalls geduldet, fast nie jedoch gut versorgt und schon gar nicht kastriert werden. Das kostet ja nur unnötiges Geld und Geld – das haben wir in unserem jungen Leben schon gelernt – sind wir Katzen schon gar nicht wert.
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SOS! Katzen in Not! SOS!

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Hilflosigkeit, Traurigkeit und Wut – das sind die Gefühle, die den Tierpflegern im Tierheim Kronach zur Zeit auf der Seele brennen.

Hilflosigkeit angesichts der deprimierend hohen Anzahl an Fundkätzchen, die im Moment im Tierheim ankommen und unsere Katzenzimmer in ungeahnter Weise regelrecht überfluten. Traurigkeit über das unbeschreibliche Leid, dass die Katzenbabies in ihrem jungen Leben schon erdulden mussten, unerwünscht, ungeliebt, ausgesetzt, im Stich gelassen, oft halb verhungert, geschwächt und krank, viel zu viele schon an der Schwelle des Todes. Und Wut letztlich über die Ignoranz und Kaltblütigkeit unserer Mitmenschen, die das immense Katzenelend verursacht haben. Wie oft haben wir schon gepredigt, dass jede Katze kastriert werden muss, um unerwünschten Nachwuchs zu verhindern? Manchmal haben wir das Gefühl, gegen Windmühlen zu kämpfen und so sind wir im Moment recht deprimiert.
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