Berlin/ München, 05.07.2010. Biergartenwetter, allen geht es gut, da soll auch der Hund nicht leiden wie ein Tier. Voll Erwartung sitzt er geduldig neben der Bierbank, bis er die Reste der Fleischmahlzeiten verspeisen darf. Spareribsknochen, Kotelettreste – die Palette der möglichen Grillüberbleibsel ist groß.
„Tierbesitzer sollten ihrem Hund grundsätzlich keine Knochen verfüttern“, rät Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin der aktion tier e.V.. „Das endet oft übel“, warnt sie. Die kurze Freude des Tieres steht dem hohen Risiko gegenüber, das die Verfütterung von Knochen mit sich bringt. Und damit sind nicht nur Hühnerbeine gemeint. Dass diese extrem gefährlich für den Magen-Darm-Trakt sind, wissen die meisten Tierhalter noch. „Hühnerknochen sind mit Luftkammern gefüllt. Beim Zerbeißen bilden sich scharfkantige Spitzen“, erklärt die Tierärztin die Besonderheit der Geflügelknochen. Doch auch Knorpel- und Knochenreste anderer Tierarten wie Rind und Schwein verkanten sich häufig im Verdauungstrakt. Dabei durchbohren sie im ungünstigsten Fall die Darmwand. Wenn Darminhalt dann in die Bauchhöhle gelangt, bedeutet das oft das Todesurteil für das Tier.
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