
Toby wurde zusammen mit einem Kumpel auf der Straße gefunden und in unser spanisches Partner-Tierheim Sierra Nevada gebracht. Da niemand nach ihm gefragt hat, müssen wir annehmen, dass er wie so viele andere seiner Leidensgenossen einfach ausgesetzt worden war.
Toby ist noch fast ein Welpe und hat wie alle Junghunde nur eines im Kopf: spielen, Spaß haben, Unsinn machen und fröhlich sein. So tollt er vergnügt durch das Freigehege des Tierheims, immer auf der Suche nach Gegenständen, die sich zum Spielen verwenden lassen oder einem zwei- bzw. vierbeinigen Spielkameraden. Er liebt es, Bällchen nachzurennen, mit Tauen oder Stöckchen zu spielen oder mit seinen Hundekumpels herumzutollen.
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Wer schon einmal in einem spanischen Zoogeschäft war, weiß vielleicht, dass dort meist nicht nur Tierzubehör, sondern auch lebendige kleine Welpen angeboten werden, die hinter Glaswänden oder Drahtgittern sitzen und oft ein erbärmliches Leben fristen müssen. Auch das Leben des kleinen Neo begann auf diese Art und Weise.
Und es kam so, wie es kommen musste: Ein junges Pärchen verliebte sich in den drolligen Zwerg, dachte nicht lange nach, sondern kaufte ihn einfach vom Fleck weg wie eine x-beliebige Ware. Neos Pech war es jedoch, dass er nicht einfach ein kuscheliges Stofftier ist, das man nach Gebrauch wieder in die Ecke stellen kann, sondern ein lebendiges Wesen mit vielerlei Bedürfnissen, die befriedigt werden müssen. So verlor das junge Pärchen schnell die Lust an seinem neuen „Spielzeug“ und als sich die Leute dann auch noch trennten, wurde Neo nur noch hin und her gereicht. Zuerst behielt ihn der Mann, gab ihn aber bald darauf seinen Eltern weiter, weil er keine Zeit für ihn hatte. Diese wiederum wollten sich auch nicht mit dem quirligen Welpen belasten und brachten ihn schließlich in unser spanisches Partner-Tierheim Sierra Nevada.
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Als unsere Kollegen aus unserem spanischen Partner-Tierheim Sierra Nevada eines Wintermorgens zum Tierheim kamen, fanden sie vor dem Tor ein kleines, klatschnasses und jämmerliches Etwas vor, das sich dort auf den Boden kauerte. Zweifellos war „Manu“ – wie er später getauft wurde – dort ausgesetzt worden und da es die ganze Nacht geregnet hatte, war der kleine Kerl völlig durchnässt und bot einen erbärmlichen Anblick.
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Lala wurde wie so viele andere spanische Hunde auf der Straße ausgesetzt, konnte aber über mehrere Umwege in unserem dortigen Partner-Tierheim Sierra Nevada Unterschlupf finden.
Da Lala jung, fröhlich und sympathisch ist, dauerte es auch nicht allzu lange und sie wurde von einer spanischen Familie adoptiert. Leider hatten sich diese ihre Sache nicht besonders gut überlegt und brachten die Hündin drei Monate später wieder zurück. Angeblich sei der Vermieter mit der Haltung des Hundes nicht einverstanden gewesen. Ob dies der Wahrheit entspricht oder nur eine Ausrede dafür war, weil man erkannt hatte, wie viel Arbeit und Zeit ein temperamentvoller Junghund macht, wissen wir nicht. Es ist auch ziemlich egal, denn das Ergebnis ist dasselbe: Lala befindet sich wiederum im Tierheim und hofft sehnsüchtig auf eine neue Familie, die es diesmal ernst mit ihr meint.
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Agustin wurde im August letzten Jahres (daher sein Name) von einem Hippie zu unserem spanischen Partner-Tierheim Sierra Nevada gebracht. Wie immer im Sommer, die schlimmste Jahreszeit für alle Tierheime, war unser Partner-Tierheim zu diesem Zeitpunkt hoffnungslos überfüllt und sowohl finanziell als auch arbeitskräftemäßig hart am Rand der Belastbarkeit angekommen. Aus diesem Grund wollten die Tierpfleger den Mann noch ein bisschen vertrösten und ihn dazu bewegen, seinen Hund wenigstens noch so lange selbst zu behalten, bis wieder ein bisschen mehr Platz im Tierheim sei.
Anfangs schien es auch so, als habe der Hippie ein Einsehen. Er packte Agustin wieder ins Auto und machte Anstalten, davonzufahren. Auf einmal jedoch öffnete er die Wagentür, stieß den verdutzten Hund heraus und brauste mit Höchstgeschwindigkeit davon. Zurück blieben ein verdutzter Agustin, der nicht wusste, wie ihm gerade geschehen war, und eine fassungslose Tierpflegerin, die mit offenem Mund dem Auto nachschaute und einmal mehr entsetzt war über die Dreistigkeit und Verantwortungslosigkeit mancher Menschen.
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